Deutsche Flugsicherung testet Drohnensteuerung ausserhalb der Sichtweite

Drohnen sollen dank neuer Technik auch ausserhalb der Sichtweite des Piloten sicher fliegen können. Die Deutsche Flugsicherung und die Deutsche Telekom haben dafür Drohnen mit einem eigens entwickelten Mobilfunkmodul und GPS ausgestattet - damit werden Position und Bilddaten in Echtzeit an eine Bodenstation übermittelt, wie Ralf Heidger von der Deutschen Flugsicherung am Montag in Horneburg bei Stade sagte.
09.10.2017 13:51

Dort testeten die Entwickler die neue Technik bei einem gestellten Rettungseinsatz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG): Bei dem Test am Sonntag sollte eine Drohne den Rettungskräften helfen, ein vermisstes Kind aus dem dichten Schilf einer Elbinsel zu bergen. Die Drohne übertrug ihre Positionsdaten an die Einsatzleitstelle, von wo aus sie gestartet worden war. "Die Drohne konnte ein Riesen-Areal für uns abarbeiten", sagte Robert Rink vom DLRG. Mit ihrer Wärmebildkamera habe sie das Kind aufgespürt, so dass die Einsatzkräfte es in dem unwegsamen Gelände schnell hätten finden können.

Die Deutsche Flugsicherung und die Telekom wollen die neue Technik nun Stück für Stück auch bei anderen Anwendungen in der Praxis testen. Laut Gesetz darf eine Drohne in Deutschland nur in Sichtweite des Piloten fliegen. Es können aber Sondergenehmigungen erteilt werden, etwa für Rettungskräfte./igl/DP/stw

(AWP)