Deutsche Maschinenbauer pochen auf Marktöffnung für Investoren in China

AUGSBURG/FRANKFURT (awp international) - Der Maschinenbau-Verband VDMA fordert mit Blick auf die Übernahmepläne des chinesischen Midea-Konzerns für den Roboterbauer Kuka auch mehr Chancen für deutsche Firmen in China. Bislang schotte sich China gerade in Schlüsselindustrien zu sehr ab, heisst es in einem Positionspapier des Verbandes, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dazu gehöre etwa der fehlende Zugang ausländischer Niederlassungen in China zu lokalen Förderprogrammen oder der Zwang zu Joint Ventures in bestimmten Wirtschaftssektoren.
25.06.2016 10:15

Midea will Kuka übernehmen. Da Kuka bei wichtigen Zukunftstechnologien der Industrie 4.0 aktiv ist, wurden Sorgen vor einem Ausverkauf deutscher Spitzentechnologien laut. Umgekehrt hat Kuka seinerseits China als grössten Wachstumsmarkt für Roboter- und Automationstechnik schon länger im Blick und weitet seine Präsenz dort aus.

Es gehe nicht darum, chinesischen Investoren den Zugang zum deutschen Markt zu verweigern, betonte der VDMA. Denn ausländische Investments in den deutschen Maschinenbau - auch aus China - könnten hierzulande Arbeitsplätze sichern und böten heimischen Unternehmen neue Geschäfts- und Expansionschancen. Vielmehr sollte die deutsche Politik darauf drängen, dass "China seinen Markt für ausländische Investoren deutlich weiter öffnet, damit wirklich freier Wettbewerb herrschen kann"./csc/DP/fbr

(AWP)