Deutsche Oberklasse-Autos in Europa der Renner - Daimler holt auf

(Ausführliche Fassung)
10.06.2016 13:52

MÜNCHEN (awp international) - Die weltweite Nachfrage nach Autos von BMW , Mercedes und Audi wächst weiterhin kräftig und hat im Mai sogar noch einmal zugelegt. Vor allem in Deutschland und Europa insgesamt läuft es glänzend für die drei Oberklasse-Hersteller. Im Rennen um den prestigeträchtigen Titel des Branchenprimus hat der BMW-Konzern noch die Nase vorn, aber Daimler holt mit enormem Tempo auf.

Die Münchner Autobauer haben im Mai 198 000 Autos der Marken BMW und Mini verkauft - gut 5 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Aber BMW kommt mit der Produktion der besonders gefragten SUV-Fahrzeuge nicht nach. In Regensburg und im grössten BMW-Werk Spartanburg läuft die Produktion dieser X-Modelle zwar bis zum Anschlag, aber es reicht nicht, und Abhilfe ist erst zum Jahresende in Sicht, wenn die Erweiterung des Werks in den USA fertig ist. Den Engpass spürt BMW derzeit vor allem auf dem US-Markt: Weil Limousinen dort weniger gefragt sind, brachen die Verkäufe im Mai um 9 Prozent und seit Jahresbeginn um 10 Prozent ein.

In China dagegen legte BMW im Mai um 7 Prozent zu, in Europa um 12 Prozent und in Deutschland sogar um 14 Prozent - das ist jeweils noch ein Tick mehr als Audi. Allerdings konnte die Ingolstädter VW -Tochter ihre Verkäufe sogar in den USA trotz Dieselskandals steigern - auch Mercedes musste dort ein paar Federn lassen - und wuchs weltweit um 7 Prozent auf 164 000 verkaufte Autos. Dabei zogen vor allem die SUV Q3 und Q7 und der neue Mittelklasse-Audi A4.

Mit einem Plus von 13 Prozent auf 183 000 Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart schaffte Daimler jedoch auch im Mai wieder den weitaus grössten Sprung. Die Stuttgarter punkten zur Zeit nicht nur mit der neuen E-Klasse, dem BMW nur den betagten, vor dem Modellwechsel stehenden 5er entgegensetzen kann, sondern auch mit den SUV-Modellen und der kompakten A- und B-Klasse. In Europa wuchs Mercedes um 14 Prozent, in China sogar um 39 Prozent - hier haben die Schwaben ihren einstigen Rückstand längst aufgeholt./rol/DP/fbr

(AWP)