Deutsche Pfandbriefbank verwöhnt Aktionäre mit Sonderdividende

Die Deutsche Pfandbriefbank lässt ihre Aktionäre wie versprochen an der Einigung um die Altlasten der einstigen österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria teilhaben. Der Sonderertrag aus der Auflösung von Wertkorrekturen (Stichwort Heta) werde vollständig ausgeschüttet, erklärte die Pfandbriefbank am Mittwoch in München. Damit steigt die vorgeschlagene Dividende auf insgesamt 1,05 Euro je Aktie - für 2015 hatten die Anteilseigner 0,43 Euro bekommen.
08.03.2017 08:24

"Das Jahr 2016 war ein gutes Jahr für die PBB, das durch einen Sondereffekt zu einem sehr guten Jahr wurde", erklärte Vorstandschef Andreas Arndt. Die Pfandbriefbank ist Rechtsnachfolgerin der Hypo Real Estate (HRE), dem grössten Problemfall der deutschen Bankenlandschaft, und kämpft immer wieder mit Altlasten. Im Jahr 2015 war die Pfandbriefbank an die Börse zurückgekehrt und ist im MDax notiert.

Das Kerngeschäft sei im vergangenen Jahr solide verlaufen, erklärte die Pfandbriefbank. Das Neugeschäft schrumpfte allerdings. Vor Steuern stieg der Gewinn wegen des Heta-Sondereffekts um 54 Prozent auf 301 Millionen Euro. Alleine der Heta-Sonderertrag lag bei 132 Millionen Euro. Nach Steuern verbuchte die Bank einen Rückgang um 14 Prozent auf 197 Millionen Euro.

Deutsche Banken und Versicherungen hatten nach der Pleite der Hypo Alpe Adria sowie einem Schuldenschnitt um rund sieben Milliarden Euro gebangt. Schliesslich einigten sich die Hypo-Abbaugesellschaft Heta und die Bank-Gläubiger. Die Pfandbriefbank hatte daraufhin im November eine Sonderdividende angedeutet, zwischenzeitlich schien diese allerdings wegen eines möglichen Verlusts aus einem Kreditgeschäft noch aus HRE-Zeiten zu wackeln./das/stk

(AWP)