Deutsche Telekom hebt Prognose dank starkem US-Geschäft

Die Deutsche Telekom traut sich dank des brummenden US-Mobilfunkgeschäfts auf Jahressicht etwas mehr operativen Gewinn zu. Die Prognose für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hoben die Bonner leicht auf 22,3 Milliarden an, wie das Dax -Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bisher standen 100 Millionen Euro weniger im Plan. Zu dem Optimismus trägt sowohl das weiter kräftige Wachstum in den USA bei als auch das stabile Abschneiden im zweiten Quartal in Deutschland und Europa.
03.08.2017 07:02

Der Gesamtumsatz betrug zwischen April und Ende Juni 18,89 Milliarden Euro, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 8,9 Prozent auf 5,94 Milliarden Euro, das war mehr als von Analysten erwartet. Unter dem Strich blieb mit 874 Millionen Euro gut 40 Prozent mehr Gewinn übrig.

Wegen der hohen Ausgaben für US-Mobilfunklizenzen in Höhe von rund 8 Milliarden Dollar stiegen die Nettofinanzschulden der Bonner von rund 50 Milliarden Euro Ende 2016 auf 55,2 Milliarden Ende Juni. Vor Zahlung von Dividenden und Ausgaben für Frequenzen ging der freie Bargeldzufluss um 1,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück - hier hatten Analysten mit mehr gerechnet. Unter anderem fielen für die Umstellung der Finanzierungsstruktur in den USA Vorfälligkeitsentschädigungen an, sagte ein Sprecher. Die Prognose für den sogenannten Free Cashflow behielt der Konzern bei, im ersten Quartal war der Wert stark gestiegen.

men/fbr

(AWP)