Deutsche Telekom von BT-Beteiligung belastet - Operativ guter Lauf

Der Deutschen Telekom hat im ersten Quartal erneut ihre Beteiligung an der britischen BT Group zu schaffen gemacht. Der Kursverfall bei den Aktien des Telekomprimus auf der Insel schlug bei der Telekom mit einer Sonderbelastung von 0,7 Milliarden Euro zu Buche, wie das Dax -Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Der Gewinn insgesamt ging um drei Viertel auf 747 Millionen Euro zurück - im Vorjahr hatte der Verkauf des britischen Mobilfunkgeschäfts an BT einen Sonderertrag von 2,5 Milliarden Euro beschert. Über den Verkauf war die Telekom an das Aktienpaket gekommen, das ihr bereits im letzten Quartal 2016 eine dicke Abschreibung einbrockte. Da hatte noch der Pfundverfall nach dem Brexit-Entscheid zum Kursrutsch geführt, im ersten Quartal war es vor allem ein Bilanzskandal der BT Group in Italien.
11.05.2017 07:21

Im Tagesgeschäft lief es dagegen wegen des Booms bei der US-Tochter T-Mobile US weiter rund, aber auch in Deutschland ging es aufwärts. Der Konzernumsatz kletterte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 5,8 Prozent auf 18,65 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 7,5 Prozent auf 5,55 Milliarden Euro. Vor allem beim freien Bargeldzufluss - an den die Telekom massgeblich die Zahlung der Dividende gekoppelt hat - waren die Bonner mit einem Plus von knapp der Hälfte auf 1,23 Milliarden Euro erfolgreicher./men/stb

(AWP)