Deutsche Telekom wächst weiter dank US-Tochter

(Ausführliche Fassung)
10.11.2016 10:20

BONN (awp international) - Die Deutsche Telekom kann sich wieder einmal dank ihrer boomenden US-Tochter über grosse Wachstumsschritte freuen. Allerdings lief auch das Mobilfunkgeschäft in Deutschland etwas besser als erwartet. Insgesamt blieb das gesamte Geschäft auf dem Heimatmarkt praktisch stabil. Bei Börsenhändlern kam vor allem der für Finanzanalysten wichtige freie Cashflow gut an. Aus diesen Mitteln werden beispielsweise Dividenden bezahlt. Die T-Aktie gilt als attraktiver Dividendenwert. Die Aktie zog am Morgen zunächst kräftig an, drehte dann aber ins Minus.

Weil die Kunden der US-Mobilfunktochter T-Mobile US nach wie vor die Ladentüren einrennen, kletterte der Umsatz im dritten Quartal insgesamt um knapp sechs Prozent auf 18,1 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) profitierte von dem aggressiven Wachstumskurs der US-Sparte mit einem Plus von 7,2 Prozent auf 5,54 Milliarden Euro. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis kam das Wachstum vor allem aus den USA. Die Jahresprognose wie auch den mittelfristigen Ausblick bestätigte der Konzern.

MOBILFUNK IN DEUTSCHLAND

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,05 Milliarden Euro übrig, ein Anstieg um 30 Prozent. Vor einem Jahr hatten vor allem Massnahmen für den Personalabbau 0,2 Milliarden Euro gekostet. Bereinigt um Sonderposten blieb der Gewinn stabil. Mit ihren Zahlen schnitt die Deutsche Telekom bei einigen Kennzahlen besser ab als Analysten erwartet hatten.

"Diese Zahlen stellen einmal mehr unter Beweis, dass wir in unseren Märkten auf dem richtigen Weg sind", sagte Unternehmenschef Tim Höttges laut Mitteilung. In Deutschland stiegen die Mobilfunk-Serviceumsätze überraschend leicht an, die Zahl der Mobilfunkkunden insgesamt wuchs etwas an. Hier steht die Telekom gegen Vodafone & Co in einem harten Wettbewerb. Das Geschäft in den USA brummte im vergangenen Quartal, während Europa bei den Quartalszahlen etwas schwächelte und T-Systems deutlichere Rückgänge verbuchte./stk/fbr/stb

(AWP)