Deutsche Uhrenindustrie: Kunden aus China und Russland zurückhaltender

Die Kaufzurückhaltung wohlhabender Kunden aus China und Russland hinterlässt auch bei den Anbietern von Luxus-Uhren ihre Spuren. Vor dem Start der Fachmesse Inhorgenta (18. bis 21. Februar) in München sprach der Bundesverband Schmuck und Uhren zwar von einem "ordentlichen Jahr" 2016. Hersteller wie zum Beispiel A. Lange & Söhne, deren Uhren-Preisspanne bei 14 900 Euro beginnt, bekamen aber die Nachfrage-Einbrüche in China und Russland zu spüren.
17.02.2017 06:33

Ähnliches hatte zuvor auch der Bundesverband der Juweliere berichtet. Demnach drückte die schrumpfende Nachfrage vor allem von chinesischen Touristen die Umsätze im vergangen Jahr um 1,0 bis 1,5 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Im Inlandsgeschäft dagegen konnten die Juweliere ihre Erlöse stabil halten.

Auf der Messe Inhorgenta zeigen von diesem Samstag an 987 Aussteller aus 40 Ländern ihre Neuheiten, das sind nach Angaben der Messe München fünf Prozent mehr als 2016. Zu den Schwerpunkten gehören in diesem Jahr Schmuckstücke mit Pflanzen, Blüten- und Blättermotiven. Auch Insekten dienen als Vorlage bei der Erstellung neuer Schmuckstücke. Dabei fänden oxidierte, künstlich gealterte Edelmetalle ebenso Verwendung wie barocke Perlen, teilte die Messe mit. Auch Armbanduhren aus Holz gehörten zu den Trends.

Farblich setzt die Branche auf Kontraste - von Naturfarben über Pink bis hin zu einem bunten, poppigen Look bei Emailleschmuck, der zurzeit ein Renaissance erlebe. Auch weil sich wieder mehr Menschen verloben, stünden zudem Diamanten wieder hoch im Kurs, die als Solitär überreicht werden, wie die Messe erklärte. Auch weltweit sei der Diamantschmuck-Markt im vergangenen Jahr um drei Prozent gewachsen, und der Trend dürfte sich fortsetzen./csc/DP/zb

(AWP)