Deutsche Unternehmen beunruhigt über Risiken für Weltwirtschaft

Deutsche Unternehmen sind über die wachsende Zahl von Handelsbarrieren im internationalen Geschäft beunruhigt. Nach einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ist nahezu jedes vierte der im Ausland tätigen Unternehmen (23 Prozent) besorgt über Abschottung und eine Bevorzugung einheimischer Unternehmen. Im Herbst 2016 nannten 16 Prozent der Unternehmen dies als ein Problem.
04.07.2017 11:46

"Die Zunahme von Handelshemmnissen und protektionistische Tendenzen wie die "America First"-Strategie der US-Regierung sorgen für mehr Unsicherheit", heisst es in der Umfrage. "Deutsche Unternehmen sehen im internationalen Geschäft Jahr für Jahr aufs Neue eine Zunahme an Barrieren im internationalen Geschäft." Derzeit gebe es wenig Anzeichen dafür, dass sich eine Trendwende anbahne.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stellen der Umfrage zufolge erstmals seit Herbst 2015 wieder das grösste Risiko für die Unternehmen der Aussenhandelskammern. Mittlerweile seien 48 Prozent verunsichert. Bei Handelsthemen sei es im Kreis der Top-Wirtschaftsmächte - in der G7- als auch G20-Gruppe - "schwieriger geworden, mit einer Stimme zu sprechen".

Trotz der Risiken überwiege aber die Zuversicht. Ein gutes Drittel der weltweit mehr als 4000 befragten Unternehmen erwarte in den kommenden zwölf Monaten eine positive Entwicklung./sl/DP/stb

(AWP)