Deutscher Batteriespezialist Voltabox will im Herbst an die Börse gehen

Der nordrhein-westfälische Batteriesystem-Anbieter Voltabox wagt den Gang an die Börse. Der Vorstand des Mutterunternehmens Paragon AG habe einem Börsengang der 100-prozentigen Tochter zugestimmt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Börsengang sei noch für diesen Herbst geplant und solle im regulierten Markt (Prime Standard) stattfinden.
11.09.2017 09:52

Dabei sollen 5 Millionen Aktien zuzüglich einer Mehrzuteilungsoption von 0,825 Millionen Papieren aus einer Kapitalerhöhung platziert werden. Weitere 0,5 Millionen Aktien will der Mutterkonzern verkaufen. Damit bleibe Paragon weiter Mehrheitsaktionärin, hiess es. Nach dem Börsengang werde der Streubesitz bei circa 40 Prozent liegen.

Voltabox entwickelt an den Standorten Delbrück und Aachen Batteriesysteme für Anwendungen im Bereich Elektromobilität. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz bei 10,6 Millionen Euro. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte im gleichen Zeitraum auf 0,7 Millionen Euro nach minus 1,5 Millionen Euro in der ersten Hälfte des Vorjahres. "Für das Gesamtjahr 2017 rechnen wir mit einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro bei einem positiven Ebit", erklärte Finanzchef Andres Klasing. Für 2019 werden Erlöse in Höhe von circa 100 Millionen Euro angestrebt.

Die Erlöse aus dem Börsengang sollen in den Kapazitätsausbau, die Weiterentwicklung der Produkte und in die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens fliessen. Dadurch sollen auch Mittel für Zukäufe frei werden./tos/das

(AWP)