In Deutschland sinkt Zahl der Pleiten von Unternehmen und Privaten deutlich

Wiesbaden (awp/sda/afp/reu) - In Deutschland sind im ersten Quartal dieses Jahres deutlich weniger Unternehmen und Private pleite gegangen. Die Amtsgerichte meldeten 5436 Firmenpleiten, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Privatpleiten sank um sechs Prozent auf knapp 19.200.
09.06.2016 10:31

Die meisten Unternehmenspleiten gab es im Handel, zu dem in der Statistik auch die Instandhaltung und Reparatur von Fahrzeugen zählt. Dort verzeichneten die Amtsgerichte 982 Fälle, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. 928 Insolvenzanträge stellten demnach Unternehmen des Baugewerbes.

Den Angaben zufolge geht die Zahl der Unternehmensinsolvenzen seit dem ersten Quartal 2010 zurück. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmenskonkursen stiegen im ersten Quartal 2016: Sie beliefen sich auf rund 4,9 Milliarden Euro; im Vorjahreszeitraum waren es 4,2 Milliarden Euro.

Der abnehmende Trend von Unternehmenspleiten dürfte nicht länger anhalten, wenn der Kreditversicherer Euler Hermes mit seiner Prognose richtig liegen sollte. Demnach dürfte die Zahl der Insolvenzen bereits dieses Jahr stagnieren und 2017 dann um ein Prozent steigen. Zuvor waren sie sechs Mal in Folge gesunken und erreichten 2015 ein Rekordtief.

(AWP)