In Deutschlands letzten Steinkohlezechen fallen Tausende Jobs weg

BOTTROP/IBBENBÜREN (awp international) - In Deutschlands letzten Steinkohlezechen Prosper-Haniel in Bottrop und Ibbenbüren im Münsterland fallen mit dem Kohleausstieg in den nächsten zweieinhalb Jahren Tausende weitere Jobs weg. Derzeit werde die personalintensive Erschliessung neuer Förderstrecken für den Kohleabbau bereits stark gebremst und Ende 2016 ganz eingestellt, sagte der Bottroper Bergwerksdirektor Jürgen Kroker am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.
21.06.2016 07:03

Ende 2017 stoppen die Zechen dann die Ausstattung der Strecken mit neuen Fördermaschinen. "Dann leben wir nur noch von der Substanz." Ende 2018 endet die unrentabel gewordene Förderung in Deutschland.

Insgesamt arbeiten aktuell noch rund 7000 Bergleute beim Unternehmen RAG. Wenn die letzten Zechen leergeräumt und geschlossen sind, wird die RAG den Planungen zufolge nur noch einige hundert Menschen beschäftigen, die sich etwa um die Wasserhaltung - also das Abpumpen von Grubenwasser - kümmern./rs/DP/fbr

(AWP)