Digitalisierung hat laut KOF-Studie kaum Auswirkungen auf Beschäftigungslage

Die Digitalisierung in den Schweizer Unternehmen führt gemäss einer Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich bisher nicht zu einem Stellenabbau im grossen Stil. Zwischen 2013 und 2015 haben hiesige Firmen den Personalbestand aufgrund der Digitalisierung kaum verändert, lautet der Befund der am Mittwoch veröffentlichten Studie.
07.06.2017 09:40

Die im Herbst 2016 durchgeführte Umfrage bei knapp 4'000 Unternehmen ergab zudem, dass sich die Digitalisierung positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen auswirkte. So habe mehr als jedes dritte Unternehmen Technologien zur Effizienzsteigerung in der Produktion genutzt, heisst es weiter. Zum Einsatz kommen laut KOF aber auch digitale Lösungen in den Bereichen Social Media und E-Beschaffung.

Mit Blick auf die Beschäftigungslage geben 76% der Umfrageteilnehmer keine Veränderungen an. 12% der Firmen berichten zwar von einer Abnahme, fast ebenso viele (11%) jedoch von einer Zunahme der Beschäftigung. Stark verändert habe sich aber die Anforderungen an die Mitarbeitenden. Neue Stellen besetzen die Unternehmen vor allem mit Absolventen von Fachhochschulen und Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Auch die Einstellung von Universitätsabsolventen habe netto leicht zugenommen, heisst es dazu.

Eine negative Dynamik zeichne sich hingegen bei An- und Ungelernten ab, die insbesondere in Grossunternehmen einen schweren Stand hätten.

sta/cp

(AWP)