Digitalisierung wirkt sich laut Studie kaum auf Beschäftigung aus

(Meldung ausgebaut) - Die Digitalisierung hat in der Schweizer Wirtschaft im Zeitraum von 2013 bis 2015 kaum zu Veränderungen beim Personalbestand geführt. Der zunehmende Einsatz von Computertechnologie hat jedoch die Anforderungen an das Personal erhöht.
07.06.2017 12:40

In einer repräsentativen Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) gaben 76% der Unternehmen an, dass sich aufgrund der Digitalisierung der Personalbestand von 2013 bis 2015 nicht verändert habe. Beim Rest halten sich mit 12 respektive 11% die Anteile der Unternehmen mit einer Ab- respektive Zunahme die Waage.

Verändert hat sich jedoch in dieser kurzen Zeitspanne die Anforderungen an das Personal. Die Firmen stellen gemäss der am Mittwoch veröffentlichten Studie vermehrt Absolventen von Fachhochschulen und Fachschulen sowie Personen mit abgeschlossener Lehre an. Stellen für An- und Ungelernte dagegen haben die Unternehmen reduziert. Diese Entwicklung seien vor allem bei Grossunternehmen zu beobachten, heisst es. Kleinere Unternehmen dagegen stellen vermehrt Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung an.

Bei der Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit gaben 35% der Unternehmen an, dass sich diese mit der Digitalisierung verbessert habe. Insbesondere mittlere und grosse Unternehmen und Firmen im Bereich der modernen Dienstleistungen sehen ihre Marktposition durch die Digitalisierung verbessert.

Die meisten Firmen setzen die Digitalisierung zur Steigerung der Effizienz bei der Produktion ein. Aber auch zur Verbesserung des Kundenkontakts und bei der Beschaffung werden häufig die neuen Technologien eingesetzt, wobei auch hier vor allem Grossunternehmen auf die Digitalisierung setzen.

Die KOF hat für diese Studie im Herbst 2016 insgesamt 1'180 Unternehmen in der Schweiz befragt. Die Firmen stammten dabei aus der Industrie, der Bauwirtschaft sowie dem Dienstleistungssektor und beschäftigten mehr als 20 Personen.

mk

(AWP)