Disney schreckt Anleger mit schwacher Gewinnprognose

Der US-Medienriese Walt Disney hat die Hoffnung der Börsianer auf steigende Gewinne gedämpft. Im Geschäftsjahr 2017, das im September endet, dürfte das Ergebnis in etwa auf dem Vorjahresniveau bleiben, sagte Disney-Chef Bob Iger am Donnerstag. Analysten hatten zuletzt ein Wachstum von drei Prozent erwartet. Anleger reagierten enttäuscht - die Aktie fiel um vier Prozent.
07.09.2017 21:14

Iger begründete seine Prognose unter anderem mit gestiegenen Kosten für Übertragungsrechte, überdies habe der letzte Star-Wars-Streifen "Rogue One" nicht mit dem Erfolg des Vorgängers "The Force Awakens" mithalten können. Ein Sorgenkind des Konzerns ist zudem der kriselnde Sportsender ESPN, der unter Zuschauerschwund leidet.

Iger konkretisierte darüber hinaus Pläne für Disneys eigenen Streaming-Dienst, der 2019 starten soll. Er machte deutlich, dass der geplante Online-Service auch Marvel- und Star-Wars-Filme umfassen dürfte. Disney hatte wegen der eigenen Ambitionen in diesem Geschäft bereits das Ende einer Lizenz-Partnerschaft mit Netflix angekündigt. Bislang war aber unklar, welche Inhalte davon betroffen sind./hbr/DP/jha

(AWP)