DKSH steigert im ersten Halbjahr Umsatz um 3,8% - Vager Ausblick

(Meldung mit weiteren Angaben ergänzt) - Der DKSH-Konzern hat im ersten Semester 2017 einen höheren Umsatz erzielt und auch unter dem Strich mehr verdient. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei insbesondere beim organischen Wachstum jedoch verfehlt. Der neue CEO hält an der Strategie seines Vorgängers fest und gibt sich im Ausblick auf das Gesamtjahr vage.
13.07.2017 07:48

DKSH sieht sich trotz anspruchsvoller Märkte auf Kurs. Dank dem robusten Geschäftsmodell sei Wachstum erzielt worden, lässt sich der neue CEO Stefan Butz zitieren, der das Amt im Frühling vom langjährigen Firmenchef Jörg Wolle übernommen hat.

Konkret stieg der Umsatz um 3,8% auf 5,28 Mrd CHF. Das organische Wachstum habe 2,8% betragen, teilt der Zürcher Konzern mit, der andere Firmen bei ihrer Expansion nach Asien unterstützt.

Die Gewinnzahlen verbesserten sich ebenfalls, aber nicht gleich stark. So nahm der EBIT um 2,3% auf 138,8 Mio CHF zu. Unter dem Strich resultierte ein 1,7% höherer Gewinn nach Steuern von 93,3 Mio CHF sowie ein um 1,3% gestiegener Reingewinn (nach Minderheiten) von 90,9 Mio CHF.

Mit dem Umsatz und dem Reingewinn hat DKSH die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt, beim organischen Wachstum wurde die Konsensprognose (AWP-Konsens: 4,2%) sogar recht deutlich verpasst. Der EBIT fiel hingegen im Rahmen der Expertenschätzungen aus.

RÜCKGANG BEI KONSUMGÜTERN

Das Unternehmen selber schreibt von weiterhin schwierigen Marktbedingungen in den konsumgüternahen Bereichen. Insbesondere hätten sich im Hauptmarkt Thailand die Konsumenten wegen der anhaltenden politischen Unsicherheit sowie wegen der hohen privaten Haushaltsverschuldung zurückgehalten. Und in Hong Kong sei die gesamtwirtschaftliche Stagnation noch nicht überwunden worden.

In der Folge nahm der Umsatz der Sparte "Konsumgüter" um 3,1% ab. Der Sparten-EBIT verbesserte sich hingegen um 0,2%. Dabei wird auf die Fortschritte bei der Restrukturierung des Luxusgütergeschäfts verwiesen.

HEALTHCARE SATT IM PLUS

Die grösste Konzernsparte "Healthcare" steigerte sich hingegen laut den Angaben in nahezu allen relevanten Märkten in Asien, was zu einem Umsatzanstieg von 8,4% und einem EBIT-Plus von 7,3% führte.

Die beiden kleineren Sparten "Spezialrohstoffe" und "Technologie", die zusammen knapp ein Achtel des Konzernumsatzes erzielen, wuchsen ebenfalls - und zwar um 3,5% und 6,5%. Unterschiedlich war hier die Entwicklung der Profitabilität. So nahm der EBIT bei "Spezialrohstoffen" ab und bei "Technologie" auf tiefem Niveau stark zu. Das Unternehmen verweist bei den "Spezialrohstoffen" auf Währungseffekte im Vorjahr. Bei "Technologie" wird betont, dass das Auftragsbuch für das zweite Semester "weit mehr Auslieferungen von höhermargigen Produkten" ausweise.

WEITERES UMSATZ- UND GEWINNWACHSTUM

Abgesehen davon bleibt der Ausblick auf das Gesamtjahr vage. Es werde weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum angepeilt, heisst es dazu lediglich. "Wir werden in Zukunft an unserer bewährten Strategie festhalten, den Fokus auf organisches Wachstum legen und weitere wertsteigernde Akquisitionen kontinuierlich prüfen", lässt sich der neue CEO Stefan Butz zudem zitieren.

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(AWP)