DMG Mori hält trotz Brexit und China-Schwäche an Jahreszielen fest

BIELEFELD (awp international) - Das Brexit-Votum und die Wirtschaftsschwäche in China verunsichern den Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori . Der künftige Geschäftsverlauf sei wegen der anhaltenden Schwankungen in der Weltwirtschaft schwierig vorherzusagen, teilte das früher unter dem Namen Gildemeister bekannte MDax-Unternehmen am Donnerstag in Bielefeld mit. An seinen Jahreszielen hält der Vorstand allerdings fest.
28.07.2016 07:48

Im zweiten Quartal konnte DMG Mori den Umsatz mit 551 Millionen Euro zwar fast auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums halten. Der Vorsteuergewinn sank jedoch um sechs Prozent auf gut 35 Millionen Euro. Der Überschuss ging um vier Prozent auf knapp 25 Millionen Euro zurück. Der Auftragseingang sank um acht Prozent auf 567 Millionen Euro. Die Gesellschaft hatte bereits verbuchte Aufträge selbst storniert, da Kunden versprochene Anzahlungen nicht geleistet hatten.

Für das Gesamtjahr rechnet das Management um Vorstandschef Christian Thönes weiterhin mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro und einem Vorsteuergewinn von rund 160 Millionen Euro.

Im April hatte der japanische Mutterkonzern von DMG Mori, der unter dem gleichen Namen auftritt, seinen Anteil an dem deutschen Unternehmen auf über 75 Prozent erhöht. Dessen langjähriger Vorstandschef Rüdiger Kapitza räumte daraufhin seinen Stuhl. DMG Mori baut Spezialmaschinen für Industrie und Handwerksunternehmen, darunter Dreh- und Fräsmaschinen, Lasertechnik sowie Mess- und Steuergeräte./stw/stb

(AWP)