Dormakaba profitiert von Integration und Zukäufen - höherer Umsatz und Gewinn

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Der Schliesstechnikkonzern Dormakaba hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Integration und von Zukäufen profitiert. Umsatz, Betriebs- und Reingewinn konnten deutlich erhöht werden und das Unternehmen schüttet mehr Dividende aus. Auch für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem erneuten Wachstum.
12.09.2017 07:53

Der Umsatz wuchs im Geschäftsjahr 2016/17 (per 30.6.) verglichen zum Vorjahr um 9,4% auf 2,52 Mrd CHF. Organisch betrug das Plus 4,3%, wie die Gruppe am Dienstag mitteilt. Die Währungseffekte (-0,2%) fielen gering aus, während sich die Akquisitionen mit 5,4% positiv auswirkten, heisst es weiter.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA verbesserte sich um 16% auf 387,3 Mio CHF, die Marge betrug 15,4% (VJ 14,4%). Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) wuchs um 19% auf 327,0 Mio und die Marge um 0,9 Prozentpunkte auf 13,0%. Der Reingewinn fiel mit 224,6 Mio fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahr (117,2 Mio). Mit den Zahlen hat Dormakaba die Erwartungen der Analysten übertroffen.

AKQISITIONEN TREIBEN PROFITABILITÄT

Das Unternehmen nennt als Gründe für die höhere Profitabilität die positive Entwicklung in den Regionen Americas und Asien/Pazifik, einen positiven Effekt aus Akquisitionen und Desinvestitionen sowie "signifikante" Kosteneinsparungen infolge des Zusammenschlusses von Dorma und Kaba. Dies habe zusätzliche integrationsbedingte Kosten in den Bereichen IT und Branding mehr als kompensiert.

Die Finanzierung der jüngsten Übernahmen Mesker und Best Access Solutions hätten zu einem tieferen Finanzergebnis von -31,8 Mio CHF (VJ -16,2 Mio) geführt, schreibt Dormakaba weiter. Beim Gewinn habe auch eine geringere Steuerquote durch die Inanspruchnahme von Verlustvorträgen und steuerliche Vorteile aus den Akquisitionen positiv gewirkt. Letzteres werde in den kommenden Jahren wiederkehrende Wirkung haben.

An der positiven Entwicklung sollen auch die Aktionäre teilhaben. Der Verwaltungsrat schlägt eine um 2 CHF erhöhte Dividende von 14 CHF je Aktie vor.

ZUKÄUFE STÄRKEN VOR ALLEM AS AMERICA

Das Segment Access Solutions Americas (AS AMER) habe sehr gute Resultate erzielt, wobei die Nachfrage in den USA und Kanada als Wachstumstreiber gewirkt hätten. Zudem verstärkten die genannten Akquisitionen diese Region. AS APAC habe ebenfalls gut abgeschnitten und der Umsatz in Indien und China wuchs zweistellig. Die erfolgreiche Restrukturierung von Wah Yuet habe zum guten Ergebnis beigetragen, schreibt die Gruppe weiter.

In Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) wurde in Deutschland und Österreich "gutes" Wachstum erzielt, Mittel- und Osteuropa legten zweistellig zu, während Naher Osten/Afrika unter dem Vorjahr zu liegen kam. Das Geschäft in der Schweiz stagnierte.

Key Systems profitierte von einer höheren Nachfrage in allen Märkten und steigerte dank der höheren Volumen und dem vorteilhafteren Produktemix auch die Profitabilität, heisst es weiter. Mit einem eher unbefriedigenden Ergebnis habe indes Movable Walls abgeschlossen. Eine positive Entwicklung in EMEA und eine stabile in Asien-Pazifik sei durch die Schwäche in Nordamerika nivelliert worden. Das Ergebnis wurde durch die Restrukturierung in Deutschland beeinträchtigt.

WEITERES WACHSTUM ÜBER WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG ERWARTET

Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 lautet auf ein Wachstum von 4,0 bis 4,5%. Das ergibt sich aus der Guidance des Managements mit einem erwartenden Wachstum zu konstanten Wechselkursen, das 150 bis 200 Basispunkte über dem Wirtschaftswachstum der relevanten Märkte liegen soll. Dies werde derzeit auf 2,5% geschätzt, heisst es.

Bei der EBITDA-Marge wird ein Anstieg gegenüber dem abgelaufenen Jahr erwartet. Aus der Integration der Akquisitionen und aus anderen operativen Verbesserungen erwartet Dormakaba einen positiven Beitrag. Man werde sich weiter auf Integrationsprojekte konzentrieren, wie etwa der Verlagerung von Standardtürschliessern von Deutschland nach Singapur und China.

Die Ziele eines organischen Wachstums von 2 Prozentpunkten über dem Wirtschaftswachstum in den Kernmärkten und einer EBITDA-Marge von 18% für das Jahr 2018/19 werden bestätigt.

yr/ra

(AWP)