Draghi erwartet Rückgang von Jugendarbeitslosigkeit in Euro-Zone

EZB-Chef Mario Draghi rechnet mit einem weiteren Abbau der Jugendarbeitslosigkeit im Zuge der anziehenden Wirtschaft in der Euro-Zone. In einigen Ländern wie etwa Irland seien bereits Fortschritte erzielt worden, sagte der Italiener am Freitag in einer Rede am Trinity College in Dublin.
22.09.2017 12:11

Doch um die strukturellen Ursachen der Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen gezielt anzugehen, seien beispielsweise effiziente Lehrangebote und flexible Regelungen am Arbeitsmarkt nötig, sagte der Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB). Es sei Aufgabe der Regierungen, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. "Sie sollten es tun - für die Zukunft der Jugend und der Demokratie in den jeweiligen Ländern", forderte er.

Er verwies zugleich darauf, dass die Jugendarbeitslosigkeit in der Euro-Zone nach ihrem Höchststand im Jahr 2013 von 24 Prozent bis 2016 auf 19 Prozent gesunken sei. Doch noch immer seien dies vier Prozentpunkte mehr als zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007.

Die Wirtschaft im Euro-Raum habe sich in jüngster Zeit erholt, was sich positiv auf die Lage am Arbeitsmarkt ausgewirkt habe. Im Juli wies Deutschland innerhalb der Währungsunion mit 6,5 Prozent die niedrigste Jugendarbeitslosenquote auf. Am höchsten war sie in Griechenland (Mai: 44,4 Prozent), gefolgt von Spanien (Juli: 38,6 Prozent).

(AWP)