DSW rät Volkswagen-Anlegern wegen 'Dieselgate' zu Doppelstrategie

FRANKFURT/WOLFSBURG (awp international) - Eigentümer von VW -Aktien und -Anleihen sollten nach Meinung von Anlegervertretern eine Doppelstrategie verfolgen, um für Verluste aus dem Abgas-Skandal entschädigt zu werden. Sie sollten nach einem Vergleich streben und gleichzeitig prüfen, ob sich eine Klage lohne, sagte die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jella Susanne Benner-Heinacher, am Montag in Frankfurt. Dabei sei die mögliche Verjährung bereits am 18. September dieses Jahres möglich, so dass schnelles Handeln notwendig sei. Bislang hatte die DSW den Anlegern zum Abwarten geraten.
20.06.2016 12:56

Hintergrund sind der langsame Fortschritt des Musterverfahrens beim Landgericht Braunschweig und die Bestrebungen einer niederländischen Stiftung, mit dem VW-Konzern einen europaweiten Vergleich zu schliessen. Dies hat das Unternehmen bislang abgelehnt, weil man keine kapitalrechtlichen Fehler begangen habe, die Anlass für einen Vergleich gäben. Die DSW unterstützt den für die Anleger zunächst kostenfreien Stiftungsweg, der allerdings nicht die Verjährung möglicher Ansprüche auf Schadenersatz hemmt./ceb/DP/men

(AWP)