Dufry-Aktien nach Quartalszahlen mit Abgaben - Margenentwicklung enttäuscht

Die Aktien des Reisedetailhändlers Dufry sind am Dienstagmorgen nach der Publikation der Zahlen zum ersten Quartal mit Abgaben in den Handel gestartet. Die Analysten sprechen in ersten Kommentaren zwar von einer starken organischen Umsatzentwicklung setzen aber einige Fragezeichen hinter die Entwicklung der operativen Marge. Am Markt ist zudem von Gewinnmitnahmen die Rede.
02.05.2017 10:25

Die Dufry-Aktien verlieren am Dienstagmorgen bis 10.25 Uhr um 2,3% auf 159,30 CHF. Zeitweise fielen die Titel im Handelsverlauf gar um mehr als 5% zurück. Seit Anfang Jahr resultiert damit aber immer noch in Plus von rund 28% und die Aktien haben am Freitag noch in der Nähe der Rekordmarke von Mitte 2014 geschlossen. Der Gesamtmarkt SPI steht heute Dienstag bislang 0,4% im Plus.

Die Analysten sind sich in der Beurteilung der Resultate weitgehend einig. Das organische Umsatzwachstum von 7,2% im ersten Quartal wird durchgehend als stark beurteilt. Dufry habe mit Blick auf die organische Entwicklung das stärkste Quartal seit sieben Jahren abgeliefert, schreibt etwa die UBS im Kommentar. Profitiert habe das Unternehmen dabei in erster Linie von einer Erholung der Ausgaben der brasilianischen und russischen Konsumenten.

Auch die Steigerung der Bruttomarge um 105 Basispunkte auf 59,6% stösst auf positives Echo. Die Verbesserung sei insbesondere auf die Synergien aus der WDF-Übernahme zurückzuführen, schreibt Baader Helvea. Die restlichen Synergien sollen bis Ende Jahr realisiert werden.

Mit Blick auf die Entwicklung des EBITDA zeigen sich die Experten dagegen leicht enttäuscht. Der UBS-Analyst macht höhere Personal- und Konzessionskosten für das Verfehlen der Konsenserwartungen verantwortlich. Die Konsenserwartungen dürften seiner Einschätzung nach denn auch im einstelligen Prozentbereich nach unten angepasst werden.

Der für die Bank Vontobel zuständige Experte zeigt sich ob der nur leichten Verbesserung der EBITDA-Marge dagegen wenig beunruhigt. Mit Blick auf die Marge sei das erste Quartal wenig aussagekräftig und für die kommenden Perioden könne von einer Verbesserung ausgegangen werden.

Ähnlich tönt es bei der ZKB. Ein operativer Hebel habe sich trotz des starken Wachstums kaum gezeigt, heisst es im Kommentar der Staatsbank. Da das erste Quartal aber saisonal am schwächsten sei, sollte die magere Steigerung der EBITDA-Marge nicht auf das gesamte Jahr extrapoliert werden. Insgesamt dürften die Resultate der Aktie wegen der bereits hohen Bewertung aber keine weiteren positiven Impulse vermitteln, so das Fazit des Experten.

an/rw

(AWP)