Dufry mit kräftiger Umsatzsteigerung dank WDF nach 9 Monaten

(Meldung umfassend ergänzt)
03.11.2016 07:44

Basel (awp) - Der Reisedetailhändler Dufry hat in den ersten neun Monaten 2016 dank der vollen Konsolidierung von World Duty Free (WDF) den Umsatz deutlich gesteigert. Unterm Strich blieb aufgrund der Integrationskosten aber wie erwartet nur ein minimaler Gewinn. Mit der Integration sieht sich das Unternehmen voll auf Kurs und hält an den Synergiezielen fest.

Der Umsatz wurde um fast 40% auf 5,88 Mrd CHF gesteigert. Der Bruttogewinn lag mit 3,43 Mrd ebenfalls um 40% über dem Vorjahreswert, was eine Bruttomarge von 58,4% (VJ 58,1)% ergibt. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um 35% auf 685,4 Mio. Unter dem Strich resultierte ein Reinergebnis nach Minderheiten von 0,2 Mio CHF (VJ -37,3 Mio), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Dufry die Markterwartungen in etwa getroffen, unterm Strich indes minimal verfehlt.

SPANIEN WEITER STARK, BRASILIEN AUF ERHOLUNGSKURS

Auf organischer Ebene stieg der Umsatz im dritten Quartal inklusive WDF um 1,3%, nach einem Rückgang um 2,9% im zweiten Quartal.

Unter den einzelnen Regionen zeigte sich in Südeuropa/Afrika insbesondere Spanien mit einem anhaltend starken Wachstum. Auch das Geschäft in Frankreich entwickle sich gut. Derweil zeige das Geschäft in der Türkei insbesondere durch das Fehlen russischer Touristen einen Rückgang.

In der Region UK/Mittel- und Osteuropa wurde das Geschäft in Grossbritannien durch das schwache Pfund nach der Brexit-Entscheidung begünstigt. Auch Länder wie Finnland oder die Schweiz entwickelten sich gut, Russland und Osteuropa zeigten zwar Verbesserungen, blieben aber im negativen Terrain.

In Asien gaben chinesische Touristen weniger Geld aus, während dies von einem zweistelligen Wachstum in Südkorea aufgefangen wurde. Im Nahen Osten sowie in Indien verlaufe die Entwicklung gut.

Im wichtigen südamerikanischen Markt zeigen sich erste Verbesserungen. Positiv entwickelten sich Mittelamerika und die Karibik. Brasilien habe im dritten Quartal zum Wachstum zurückgefunden, im September seien zweistellige Zuwachsraten erzielt worden. Dies sei auch der Erholung des brasilianischen Real zu verdanken. Argentinien zeige zwar eine leichte Besserung, verbleibe aber insgesamt im negativen Bereich.

Stark entwickelt hat sich indes die Region Nordamerika, besonders das Format Hudson zeige sich weiter stark. Dank einer Erholung des US-Dollar seien die Geschäfte sowohl in Kanada als auch innerhalb der USA begünstigt worden.

INTEGRATION VON WDF AUF KURS - AUSBLICK LEICHT POSITIV

Die Integration von WDF verlaufe derweil nach Plan, in einigen Punkten komme man sogar schneller als erwartet voran, heisst es weiter. Auf der Kostenseite seien bereits die meisten Initiativen umgesetzt und insgesamt werde das Synergieziel von 105 Mio CHF bestätigt. Diese Synergien sollten sich im Schlussquartal sowie im kommenden Jahr 2017 zeigen.

Mit Blick auf die Finanz-Strategie habe man beschlossen, die erst 2020 auslaufende Anleihe über 500 Mio USD bereits früher auszulösen. Die Rückzahlung ist für den 2. Dezember 2016 geplant. Insgesamt wurde die Schuldenlast im laufenden Jahr bereits um 400 Mio CHF reduziert.

Zum Ausblick auf das Gesamtjahr macht Dufry in der Meldung wie gewohnt nur qualitative Aussagen. Sollten sich die aktuellen Marktbedingungen und Trends nicht ändern, werde mit weiteren Verbesserungen in den kommenden Quartalen gerechnet, heisst es.

dm/cf/ra

(AWP)