Dufry wächst in der Hochsaison weiter und steigert Gewinn deutlich

(durchgehend ergänzt und erweitert) - Der Reise-Detailhändler Dufry ist auch in der Hochsaison weiter gewachsen. Dank der Realisierung von Synergien aus der WDF-Übernahme wurde auch die Bruttomarge in den ersten neun Monaten des Jahres gesteigert und unter dem Strich resultierte wieder ein deutlicher Gewinn. Für das letzte Jahresviertel zeigt sich Dufry zuversichtlich.
31.10.2017 08:09

Der Umsatz stieg nach neun Monaten gegenüber dem Vorjahr um 6,7% auf 6,27 Mrd CHF. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 7,9%, nach einem Anstieg von 8,9% im ersten Halbjahr. Damit sei das organische Wachstum im dritten Quartal mit +7,6% auf einem hohen Niveau geblieben, teilt Dufry am Dienstag mit.

Der Bruttogewinn lag mit 3,73 Mrd um 8,5% über dem Vorjahreswert, was einer im Vorjahresvergleich um 100 Basispunkten höheren Bruttomarge von 59,4% entspricht. Diese Steigerung sei in erster Linie auf die Realsierung von Synergien aus der WDF-Übernahme zurückführen, schreibt Dufry. Auch der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um 8,5% auf 744 Mio, bei einer Marge von 11,9% (11,7%).

Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn nach Minderheiten von 84,7 Mio CHF nach einem kleinen Gewinn von 0,2 Mio im Vorjahr. Das Cash-EPS, d.h. der Gewinn pro Aktie unter Ausschluss der Amortisationskosten, stieg nach neun Monaten um 28% auf 5,81 CHF.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Dufry die Analystenerwartungen bei Umsatz und Bruttomarge leicht übertroffen. EBITDA und Gewinn fielen dagegen leicht tiefer aus als im Durchschnitt erwartet.

LATEINAMERIKA WÄCHST DEUTLICH

Mit Blick auf die Regionen erwirtschaftete Dufry in der Region Zentral- und Osteuropa, zu der auch Grossbritannien und Russland zählen, einen Umsatz von 1'605 Mio CHF, bei einem organischen Wachstum von 8,4%. Dabei sei Grossbritannien im dritten Quartal trotz der hohen Vorjahresbasis organisch um 5,9% gewachsen, schreibt Dufy. Auch der russische Markt habe sich erfreulich entwickelt.

In der Region Südeuropa und Afrika stieg der Umsatz organisch um 7,7% auf 1'434 Mio. Vor allem das dritte Quartal sei dabei mit einem organischen Umsatzzuwachs von 10% stark ausgefallen, heisst es. Vor allem die Türkei habe von der Rückkehr der russischen Touristen profitiert.

Mit einem Wachstum von 13% auf 1'262 Mio stiegen die Umsätze in der Region Lateinamerika am deutlichsten an. Auch in Nordamerika stieg der Umsatz organisch um 6,0% auf 1'327 Mio. Die organische Entwicklung in der Region "Asien, Mittlerer Osten und Australien" war mit einem Plus von 0,5% auf 574 Mio vergleichsweise bescheiden.

IPO DES NORDAGESCHÄFTS WIRD WEITER GEPRÜFT

Insgesamt zeigt sich das Unternehmen mit dem Erreichten zufrieden. Der freie Cashflow im dritten Quartal sei mit 337 Mio CHF so hoch wie noch nie ausgefallen, so das Unternehmen. Der Schuldenabbau schreite plangemäss voran und die Nettoschulden seien seit Mitte Jahr um 152 Mio auf 3,48 Mrd reduziert worden.

Der mögliche Börsengang (IPO) des nordamerikanischen Geschäfts werde weiter geprüft, heisst es zudem. Bis dato sei diesbezüglich noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden. Die Prüfung der Transaktion, welche die finanzielle Flexibilität erhöhen könnte und Wachstumschancen eröffnen soll, war bereits Mitte Jahr angekündigt worden.

Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr macht Dufry in der Mitteilung nicht. Die guten Marktbedingungen würden auch im vierten Quartal anhalten, heisst es. Allerdings gestalte sich die Vergleichsbasis auch anspruchsvoller. Zum Halbjahr hatte Dufry-CEO Julian Diaz für das Gesamtjahr noch ein organisches Wachstum von 5 bis 6% in Aussicht gestellt. Derweil soll der für Ende 2018 geplante Abschluss des Effizienzprogramms weiterhin eine Verbesserung der EBITDA-Marge um 50 Basispunkte bringen.

an/dm

(AWP)