DZ-Bank-Vorstand: Weiterentwicklung von Paydirekt auf gutem Weg

Deutschlands Banken wollen mit einer verbesserten Version ihrem gemeinsamen Bezahldienst Paydirekt auf die Sprünge helfen. Die genossenschaftliche DZ-Bank geht davon aus, dass die Finanzierung für "Paydirekt 2.0" bis Ende dieses Jahres steht, wie deren Vorstand Thomas Ullrich am Donnerstag in Frankfurt sagte. Nach seiner Einschätzung werden alle Verbünde - Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken - mitziehen.
06.09.2018 12:50

"Wir haben einen ziemlich genauen Plan, wie wir Paydirekt weiterentwickeln wollen. Die Investitionen werden fortgesetzt", sagte Ullrich. Er schränkte jedoch ein: "Von 300 Millionen Euro kann keine Rede sein, der Betrag ist viel zu hoch." Die Sparkassen haben nach früheren Angaben beschlossen, gut 100 Millionen Euro zu investieren. "Ich kann Ihnen für die genossenschaftliche Finanzgruppe sagen, dass wir nicht 100 Millionen Euro investieren werden, sondern sehr viel weniger", sagte Ullrich. Dabei geht es um den Zeitraum bis Ende 2021.

Paydirekt ist die Antwort der deutschen Kreditwirtschaft auf den Erfolg des US-Konkurrenten Paypal im boomenden Online-Handel. Fällige Beträge werden bei Paydirekt vom hinterlegten Girokonto abgebucht.

Doch Paydirekt setzt sich nur schleppend durch: Knapp drei Jahre nach dem Start im Herbst 2015 haben etwa zwei Millionen Kunden den Dienst als Zusatzfunktion ihres Girokontos freigeschaltet. Bezahlt werden kann über diesen Weg in gut 9000 Online-Shops. Konkurrent Paypal zählt nach eigenen Angaben 20,5 Millionen Nutzer hierzulande. "Wir haben bislang keinen Durchbruch erlebt. Wir sind möglicherweise auch mit falschen Erwartungen an das Thema herangegangen", konstatierte Ullrich. "Dennoch halten wir daran fest."/ben/DP/mis

(AWP)