EFG-CEO: Sind mit BSI-Fusion vor dem Zeitplan - "Grosse Kosten" fallen 2017 an

Zürich (awp) - Die Übernahme der Tessiner Privatbank BSI durch die EFG International ist vom Markt von Beginn an mit Skepsis aufgenommen worden. Dies räumt auch der EFG International-CEO Joachim Strähle im Gespräch mit AWP ein: "Unsere Aufgabe ist jetzt zu beweisen, dass wir das können." Zum jetzigen Zeitpunkt sei man dem Zeitplan voraus. Ausserdem hätten nun auch die Aufsichtsbehörden ein Interesse daran, dass der Zusammenschluss schnell vorangehe.
27.07.2016 17:35

Belastet worden seien in den vergangenen Monaten die Management-Kapazitäten. So haben man ein Steuerungskomitee aus beiden Banken eingesetzt und in Projektgruppen für die verschiedenen Bereiche die wichtigen Themen wie etwa das künftige Geschäftsmodell, die Frage der Kulturen oder die Lohnpolitik definiert. "In diesem Prozess sind wir schon recht weit fortgeschritten." Nachdem auch die Frage der Finanzierung erledigt sei, warte man nun auf die Erlaubnis der Regulatoren in den verschiedenen Ländern.

Nicht beurteilen wollte Strähle die Reaktion der Aufsichtsbehörden auf die Vorgänge bei der BSI um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Allerdings seien 1MDB-Gelder ja auch zu anderen Banken geflossen, gab er zu bedenken. "Es wird jetzt interessant sein, wie die Aufsichtsbehörden auf die anderen involvierten Banken reagieren werden."

Weiterhin Gültigkeit habe das Ziel an Synergien aus dem Zusammenschluss über 185 Mio CHF. Ob die Marke BSI längerfristig bestehen bleibt, liess er offen. "Der Plan ist weiterhin, dass wir nach dem Closing zunächst beide Namen behalten." Welche finanziellen Folgen die Fusion im zweiten Halbjahr haben wird, werde sich zeigen, so Strähle weiter. "Ich erwarte aber, dass die grossen Kosten dann im Jahr 2017 anfallen werden."

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst erschienen)

tp/cf

(AWP)