EFG International: BSI-Verkäuferin BTG gegen Preisnachlass - will Preisaufschlag

Der von der Zürcher Vermögensverwalterin EFG International geforderte Preisnachlass für die Übernahme der Tessiner Privatbank BSI wird von der Verkäuferin BTG Pactual bestritten. Statt dem von der EFG verlangten Preisnachlass von 277,5 Mio CHF fordert die brasilianische Bank von der EFG International nun einen Preisaufschlag von 95,7 Mio CHF, wie einer in der Nacht auf Donnerstag publizierten Mitteilung der BTG Pactual zu entnehmen ist.
16.03.2017 11:52

Die Gegenforderung erfolgt "nach einer detaillierten Analyse der vorgeschlagenen Änderungen und in Berücksichtigung der derzeit verfügbaren Informationen", wie es in der Mitteilung heisst. Zuletzt war der Kaufpreis für die BSI am 1. November 2016 auf 1,06 Mrd CHF beziffert worden. Die Summe unterliegt allerdings einem "abschliessenden Anpassungsprozess", bei dem etwa die endgültige Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der BSI bestimmt wird.

Die EFG hatte ihre Forderungen nach einer Reduktion des Kaufpreises am Mittwoch bei der Publikation der Jahresergebnisse 2016 kommuniziert. Dass sich BTG Pactual nicht mit der geforderten Reduktion des Kaufpreises einverstanden erklären würde, war dabei auch von den EFG-Verantwortlichen erwartet worden. Finden die beiden Parteien keine Einigung, kann die Bewertung gemäss den Bestimmungen des Kaufvertrags von einem unabhängigen Experten verifiziert werden.

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(AWP)