EFG verzeichnet im Q1 einen Netto-Geldabfluss - Fortschritte auf Kostenseite

Bei der Vermögensverwalterin EFG International hat sich im ersten Quartal 2017 der Geldabfluss fortgesetzt. Der transaktionsbedingte Nettovermögensabfluss belief sich auf 3,5 Mrd CHF, teilt EFG am Freitag im Vorfeld der Generalversammlung mit. Per Ende März weist EFG ertragsgenerierende verwaltete Vermögen von 140,6 Mrd aus, gegenüber 144,5 Mrd Ende 2016.
28.04.2017 07:51

Die negative Entwicklung sei hauptsächlich auf die Abflüsse bei der übernommenen Tessiner Privatbank BSIBSI zurückzuführen und habe sich gegen Ende des Quartals verlangsamt, heisst es weiter. Dank des stabilisierenden Effekts der rechtlichen Integration der BSI in der Schweiz habe sich der Trend im April verbessert und entwickle sich im Einklang mit dem erwarteten Nettovermögensabfluss von rund 10 Mrd bis 2019.

FORTSCHRITTE BEI INTEGRATION

Bei der BSI-Integration hat EFG gemäss eigenen Aussagen "weitere bedeutende Fortschritte" erzielt. Die Umsetzung des Integrationsplans schreite schneller voran als erwartet. So sei - wie bereits gemeldet - die rechtliche Integration des Schweizer Geschäfts der BSI bis am 7. April 2017 abgeschlossen worden. Auch die Integration des Asiengeschäfts habe die Bank im ersten Quartal abgeschlossen und die BSI-Einheiten in Luxemburg und Monaco sollen bis Ende des zweiten Quartals integriert werden.

Das anhaltend schwierige Marktumfeld habe derweil im ersten Quartal einerseits eine verhaltene Ertragsgenerierung und Margenentwicklung zur Folge, die den Ergebnissen des vierten Quartals 2016 entsprach. Andererseits seien bei der Verringerung der zugrundeliegenden Kostenbasis weitere Fortschritte erzielt worden, teilt EFG mit, ohne detaillierte Zahlen dazu zu nennen. Insgesamt würden sich die Kosten weiter im Einklang mit den für 2017 angestrebten Kostensynergien vor Steuern entwickeln.

VERBESSERTE KAPITALQUOTEN

Mit Blick auf die Kapitaldecke meldet EFG eine weitere Verbesserung im Vergleich zu Ende 2016. Ende März lag die Swiss GAAP Common-Equity-Quote (hartes Kernkapital, CET1) bei 19,0% und die Gesamtkapitalquote bei 24,3%. Die höheren Kapitalquoten resultierten hauptsächlich aus der Platzierung von Tier-2-Notes im Umfang von 400 Mio USD sowie aus der weiteren Reduzierung der risikogewichteten Aktiva, heisst es.

EFG International und BTG Pactual hätten zudem begonnen, die endgültige Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie sonstige Preisanpassungen gemäss dem im Kaufvertrag für BSI vorgesehenen Verfahren festzulegen. Die EFG hatte im Februar eine Reduktion des Kaufpreises für die BSI gefordert.

mk/tp

(AWP)