Elliott-Hedgefonds macht Druck bei AT&T - Aktie steigt kräftig

Der einflussreiche New Yorker Hedgefonds Elliott mischt jetzt auch beim Telekom-Riesen AT&T mit. Der bekannte Finanzinvestor legte am Montag eine Beteiligung im Wert von rund 3,2 Milliarden Dollar (2,9 Mrd Euro) an dem US-Konzern offen und forderte in einem Brief an die Unternehmensführung weitreichende Massnahmen, um die Rendite für die Aktionäre zu erhöhen.
09.09.2019 14:59

Elliott drängt unter anderem auf eine Überprüfung des Beteiligungsportfolios und Kostensenkungen, um der Aktie auf die Sprünge zu helfen. Derzeit sei der Kurs "zutiefst unterbewertet", kritisierte der Hedgefonds aus dem Imperium des umstrittenen US-Milliardärs Paul Singer. Am Markt kam die Initiative gut an, die Aktien von AT&T legten vorbörslich zeitweise um über neun Prozent zu.

Elliott ist als "aktivistischer Investor" dafür bekannt, sich bei Firmen einzukaufen und aggressiv ins Management einzumischen, um mehr Rendite herauszuholen. In Deutschland machte der Hedgefonds im Sommer mit einer Milliardenbeteiligung am Bayer -Konzern von sich reden, auch bei SAP oder Uniper ist der Grossinvestor dabei.

In den USA setzte Elliott zuletzt etwa die Online-Handelsplattform Ebay mit Forderungen nach einer Aufspaltung unter Druck. Zudem machte der Hedgefonds wiederholt mit Klagen gegen zahlungssäumige Regierungen Schlagzeilen. Dazu zählten Wetten auf die Bedienung von Anleihen überschuldeter Länder wie Griechenland oder Argentinien./hbr/nas

(AWP)