Emmi kauft in Brasilien hinzu - Erwirbt 40% an Laticínios Porto Alegre

(Durchgängig ergänzt) - Der Milchverarbeiter Emmi beteiligt sich zu 40% an einem brasilianischen Milchverarbeiter und stärkt damit seine Position in Südamerika, wie das Unternehmen mit Sitz in Luzern am Freitag mitteilte.
28.04.2017 08:58

Damit bekräftigt Emmi seine strategische Ausrichtung, die Marktposition in der Schweiz stärken und im Ausland wachsen zu wollen.

Mit der Beteiligung an Laticínios Porto Alegre Indústria e Comércio verschaffe sich Emmi neben Chile ein weiteres Standbein in Südamerika, heisst es in der Mitteilung.

Der brasilianische Milchverarbeiter erwirtschaftet mit rund 100 Mitarbeitenden einen jährlichen Umsatz von 500 brasilianischen Real (rund 150 Mio CHF). Die übrigen 60% an Laticínios Porto Alegre verbleiben im Besitz der Geschwister José Afonso und João Lúcio Barreto Carneiro. Letzterer ist der Konzernchef des Unternehmens. Er werde die künftige Entwicklung zusammen mit Emmi weiter vorantreiben, heisst es weiter.

Laticínios Porto Alegre ist in den Bereichen Käse, Mozzarella und Frischkäse (Requeijão), UHT-Milch und Butter tätig; zudem produziert es Molkepulver für die Nahrungsmittelindustrie. Bis anhin ist es auf seinen Heimmarkt ausgerichtet, den Bundesstaat Minas Gerais, mit 20 Mio Einwohnern und etwa von der Grösse Frankreichs.

In der Zusammenarbeit mit Emmi soll das Produktportfolio weiterentwickelt werden von Basisprodukten hin zu wertschöpfungsreicheren Spezialitäten - eine Strategie, auf die auch Emmi setzt.

Über den Preis der Beteiligung gibt Emmi keine Auskunft.

WACHSTUM IM AUSLAND

Bereits bis anhin erwirtschaftete Emmi in der Ländergruppe Nord- und Südamerika 14,2% seines Umsatzes. Die Gruppe ist nach der Schweiz mit einem Umsatzanteil von 53,4% und Europa (26,8%) die drittgrösste.

Insgesamt lag der Nettoumsatz 2016 bei 3,26 Mrd CHF. Betriebsgewinn und Reingewinn publiziert Emmi nicht für die einzelnen Ländergruppen.

Im letzten Geschäftsjahr ist Emmi dank eines gestiegenen Umsatzes im Ausland gewachsen; in der Schweiz verringerte sich der Umsatz. Profitieren konnte das Unternehmen bereits damals von fünf Zukäufen von Nischenanbietern in Kanada, den USA, Holland und Chile.

(AWP)