Emmi versöhnt sich mit den Schweizer Ziegenmilchproduzenten

Luzern (awp/sda) - Der Milchverarbeiter Emmi will die Schweizer Ziegenmilchproduktion stärken. Er hat mit den Lieferanten eine Absichtserklärung formuliert. Damit soll die Kontroverse um den holländischen Ziegenkäse beendet werden, den Emmi in Kaltbach LU reifen lässt.
14.11.2016 17:15

Im Zentrum der Absichtserklärung stehe eine Mengensteigerung von jährlich zehn Prozent, wie Emmi am Montag mitteilte. Der Milchverarbeiter ist laut Mitteilung überzeugt, dass es in der Schweiz "beträchtliches Potenzial" für Ziegenmilchprodukte gibt.

Während Emmi sich laut der Absichtserklärung verpflichtet, finanzielle und personelle Mittel in die Entwicklung neuer Produkte und in die Vermarktung von "Le Petit Chevrier" zu investieren, werden die Ziegenmilchlieferanten die Verfügbarkeit von ausreichend hochwertiger Schweizer Ziegenmilch sicher stellen.

Damit beenden Emmi und die Ziegenmilchlieferanten die Kontroverse um den in den Niederlanden produzierten Ziegenkäse, den Emmi in der Höhle im luzernischen Kaltbach reifen lässt. Die Ziegenmilchlieferanten fühlten sich hintergangen.

Mit der Absichtserklärung hätten sie nun die Gewissheit, dass sich Emmi für den Absatz von Schweizer Ziegenmilchprodukten stark machen werde, wird der Präsident der Ziegenmilchproduzenten in der Mitteilung zitiert. Der angestrebte Mengenzuwachs gebe Planungssicherheit.

2011 verarbeitete Emmi 800'000 Kilogramm Schweizer Ziegenmilch. Über die letzten fünf Jahre hatte sich die Milchmenge auf über 2 Millionen Kilogramm mehr als verdoppelt. Hauptgrund für diesen Zuwachs ist laut Emmi der kontinuierliche steigende Absatz an Ziegenkäse unter der Marke Le Petit Chevrier. Emmi hatte die Marke Le Petit Chevrier Anfang 2011 von der Fromagerie Bettex übernommen.

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(AWP)