Energiedienst erwartet 2019 Betriebsverlust wegen Bewertungseffekten

Die Energiedienst Holding gibt eine Gewinnwarnung heraus: Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland dürften das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT 2019 in die Verlustzone drücken. Ohne diesen Effekt sei aber eine Ergebnisverbesserung zu erwarten.
03.12.2019 18:10

Bislang war ein Betriebsgewinn von 35 bis 45 Millionen Euro erwartet worden. Grund für den voraussichtlichen negativen EBIT sei ein einmaliger Bewertungseffekt, teilte der schweizerisch-deutsche Stromkonzern am Dienstagabend mit.

So habe die Geschäftsleitung der Energiedienst-Gruppe entschieden, bei der betrieblichen Altersversorgung für Deutschland das Wahlrecht auf Kapitalbezug beziehungsweise Rente in einer noch abzuschliessenden Betriebsvereinbarung neu zu regeln.

Entlastung für kommende Jahre

Darin soll das Wahlrecht der Arbeitnehmer zwischen Kapitalbezug und Rente verankert werden. Dabei muss die Pensionsrückstellung hinsichtlich der Aufteilung zwischen Bezug von Kapital beziehungsweise Rente neu eingeschätzt werden. Die hieraus resultierende Erhöhung der Pensionsrückstellung belaste als einmaliger Sondereffekt das laufende Ergebnis, werde aber in den kommenden Jahren zu einer Ergebnisentlastung führen, hiess es in der Mitteilung.

Weiter seien auch die Zinssätze, die für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen Deutschland zum Jahresende anzusetzen seien, voraussichtlich deutlich niedriger als im Vorjahr. Auch dieser Zinsrückgang belaste den EBIT. Der Free Cashflow der Gruppe werde durch diese Bewertungseffekte aber nicht belastet.

Bereinigt um die nichtoperativen Bewertungseffekte werde der Betriebsgewinn aber voraussichtlich deutlich über dem bereinigten EBIT des Vorjahres von 28 Millionen Euro liegen. Grund seien die bessere Wasserführung und die gestiegenen Grosshandelspreise. Noch in der ersten Jahreshälfte hatte die geringere Wasserführung den EBIT belastet, er sank auf 14 von 16 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

tt/tp

(AWP)

 

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