Energieversorger Engie verkauft Teile des Gasgeschäfts an Total

Der französische Energieversorger Engie hat ein durchwachsenes Dreivierteljahr hinter sich gebracht. Während der Umsatz des ehemaligen Gasmonopolisten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent auf 46,8 Milliarden Euro zulegte, schrumpfte das operative Ergebnis (Ebitda) um 3,6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der Vorstand verwies am Mittwoch als Grund für den Rückgang beim Gewinn auf Effekte aus diversen Verkäufen und Probleme im Kernkraftwerksblock Tihange 1 in Belgien.
08.11.2017 19:26

Gleichzeitig konnte der Konzern einen Fortschritt in seinen Umbaubemühungen melden. Mit dem ebenfalls französischstämmigen Ölkonzern Total hat Engie einen Käufer für bedeutende Teile seines Flüssiggasgeschäfts gefunden. Der Wert des Gasfördergeschäfts von Engie wurde auf bis 2,04 Milliarden US-Dollar festgelegt. Mitte 2018 soll alles in trockenen Tüchern sein. Die Verarbeitung und der Vertrieb der Flüssiggase soll weiterhin in der Hand von Engie bleiben. Mit dem Geld wollen die Franzosen ihre Schulden reduzieren.

Der Konzern hatte angekündigt, sich bis 2018 von Kraftwerken und Öl- und Gasgeschäften im Wert von 15 Milliarden Euro zu trennen, unter anderem, um sich unabhängiger von den Schwankungen der Rohstoffpreise zu machen.

Die Jahresprognose wurde bekräftigt. Das bereinigte Nettoergebnis soll zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Euro liegen. Dazu stellt Engie weiterhin eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie in Aussicht./stb/he

(AWP)