Engie leidet im ersten Quartal unter Ausfall von Kernkraftwerk

Der französische Energieversorger Engie hat im ersten Quartal trotz eines höheren Umsatzes sinkende Ergebnisse verzeichnet. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank um knapp 6 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 3,4 Milliarden Euro gerechnet.
05.05.2017 08:44

Engie begründete den Rückgang unter anderem mit einer geringeren Produktion bei Wasserkraft sowie Ausfällen durch die Abschaltung des Kernkraftwerksblocks Tihange 1 in Belgien seit September vergangenen Jahres. Der Umsatz des Konzerns legte hingegen um 3,2 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro zu.

Der Jahresausblick wurde bekräftigt. Das Ebitda soll 10,77 bis 11,3 Milliarden Euro erreichen, das bereinigte Nettoergebnis zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Euro liegen. Dazu stellt Engie eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie in Aussicht.

Die Verschuldung konnte der ehemalige Gas-Monopolist deutlich senken - seit Jahresende 2016 um 4,4 Milliarden auf 20,4 Milliarden Euro, vor allem dank Verkäufen. Engie will sich bis 2018 von Kraftwerken und Öl- und Gasgeschäften im Wert von 15 Milliarden Euro trennen, unter anderem, um sich unabhängiger von den Schwankungen der Rohstoffpreise zu machen./nas/jha/stb

(AWP)