Eon-Abspaltung Uniper will Kosten kräftig senken

DÜSSELDORF (awp international) - Der Kraftwerksbetreiber und Energiehandelskonzern Uniper steht vor weiteren drastischen Einschnitten. Bis 2018 will der Konzern seine Kosten von 2,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 1,9 Milliarden Euro drücken, wie die Abspaltung des Energiekonzerns Eon am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Rund die Hälfte der Kürzungen soll bereits bis zum Ende des Jahres greifen. Zu den Einsparungen trägt unter anderem die Stilllegung nicht mehr rentabler Kraftwerke bei.
22.11.2016 08:15

Weitere Einschnitte plant Uniper nun vor allem in der Verwaltung. Aber auch im operativen Geschäft wie der Wasserkraft, der Kernenergie in Schweden und im Servicebereich soll der Rotstift angesetzt werden. Einsparpotenzial sieht das Management zudem im Einkauf und der IT.

"Uniper arbeitet seine Hausaufgaben zur nachhaltigen Verbesserung seiner Kosten- und Cash-Situation konsequent und zügig ab", erklärte Vorstandschef Klaus Schäfer. "Dies ist für uns unerlässlich, um bis Ende 2017 ausreichend finanzielle Spielräume zu haben und auch bei rauem Gegenwind seitens der Märkte gut und sicher navigieren zu können." Bei Uniper arbeiten rund 13 000 Beschäftigte in 40 Ländern.

In Uniper hat Eon als Reaktion auf die Energiewende sein Geschäft mit Grosskraftwerken sowie den Energiehandel abgespalten und im September gut 53 Prozent der Anteile an die Börse gebracht. Seitdem hat das Papier knapp 15 Prozent an Wert zugelegt./enl/stw

(AWP)