Eon-Aktionäre machen Weg für historische Aufspaltung frei

ESSEN (awp international) - Der Weg für die historische Aufspaltung des Energiekonzerns Eon ist praktisch frei. Die Aktionäre stimmten am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Essen mit 99,68 Prozent für die Abtrennung der klassischen Grosskraftwerke und des Energiehandels in das neue Unternehmen Uniper. Der Hauptkonzern wird sich künftig auf Ökostrom, Netze und Energievertrieb konzentrieren. Vorstandschef Johannes Teyssen hatte den Aktionären zuvor mit der radikalen Neuausrichtung bessere Zukunftschancen angesichts der Folgen der Energiewende versprochen.
08.06.2016 18:47

Aufhalten könnten die Aufspaltung des Konzerns nun noch Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung. Allerdings hatte sich das Management zuletzt gelassen gezeigt und dieses Risiko als gering bezeichnet. Als Indiz dafür wertete Teyssen etwa, dass es anders als in den Vorjahren diesmal keine Gegenanträge bei der Hauptversammlung gab.

Ende 2014 hatte Eon seine Aufspaltungspläne vorgestellt und seitdem an den Details gearbeitet. In diesem Herbst sollen nun gut 53 Prozent der Uniper-Aktien über die Börse an die Eon-Anteilseigner gegeben werden. Mittelfristig will Eon dann die übrigen Anteile verkaufen./enl/he

(AWP)