Eon macht Verlust von 16 Milliarden Euro - Dividende mehr als halbiert

Die Folgen der Energiewende haben beim Versorger Eon zum höchsten Verlust der Firmengeschichte geführt. Insgesamt summierte sich das Minus im vergangenen Jahr auf 16 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Essen mitteilte. Im Jahr davor hatte Eon bereits einen Verlust von annähernd 7 Milliarden Euro verbucht.
15.03.2017 07:32

Die Aktionäre bekommen dies direkt zu spüren: Die Dividende soll von zuletzt 0,50 Euro je Anteilsschein auf 0,21 Euro für 2016 schrumpfen. Für das Jahr 2017 will Eon dann wieder 0,30 Euro zahlen. Für die Jahre danach wird die Ausschüttungsquote auf 50 bis 60 Prozent festgelegt - bislang lag die Quote bei 40 bis 60 Prozent. "Die Bilanz des Übergangsjahres 2016 ist eine Zäsur, die den Weg von Eon in die neue Energiewelt frei macht", erklärte Konzernchef Johannes Teyssen.

Die bevorzugte Einspeisung von Solar- und Windstrom hat die Preise im Grosshandel kaputt gemacht, Eon musste Abermilliarden auf seine Kraftwerks-Beteiligung Uniper abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen aus dem Atomausstieg. Eon wird Mitte des Jahres rund 10 Milliarden Euro an den staatlichen Atomfonds überweisen./das/jha/

(AWP)