Eon verschafft sich mit Kapitalerhöhung mehr als 1,3 Milliarden Euro

Der Versorger Eon hat seine Kapitalerhöhung erfolgreich über die Bühne gebracht. Eon fliessen nach Platzierung von gut 200 Millionen neuen Aktien nun etwa 1,35 Milliarden Euro in die Kasse, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in Essen mitteilte. Die Aktien wurden in einem beschleunigten Platzierungsverfahren verkauft. Mit dem Erlös will Eon vor allem eine zur Jahresmitte auf das Unternehmen zukommende Zahlung an den staatliche Atomfonds finanzieren.
17.03.2017 06:55

"Wir haben gestern in der Bilanzpressekonferenz angekündigt, dass wir Massnahmen zur Finanzierung der Risikoprämie zügig durchführen werden. Dies ist uns bereits heute mit der Kapitalerhöhung erfolgreich gelungen", sagte der kommende Finanzchef Marc Spieker laut Mitteilung. Die Kapitalerhöhung sei ein erster Schritt, um die Verschuldung von Eon auf rund 20 Milliarden Euro zu reduzieren.

Wegen des Atomkompromisses und der Belastungen aus der Kraftwerks-Abspaltung Uniper waren die Schulden von Eon zuletzt auf 26,3 Milliarden Euro angestiegen und das Eigenkapital auf 1,3 Milliarden Euro zusammengeschmolzen. Mit Kapitalmassnahmen und Beteiligungsverkäufen will der Konzern nun die Kapitaldecke wieder stärken./fbr

(AWP)