Eon will 1000 Stellen in Deutschland streichen

Nach dem höchsten Verlust der Firmengeschichte wird der Energiekonzern Eon Stellen abbauen. Konzernweit dürften bis zu 1300 Arbeitsplätze wegfallen, davon circa 1000 in Deutschland, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Essen. Damit einher geht ein interner Umbau. Die Massnahmen sollen ab dem Jahr 2018 dauerhaft 400 Millionen Euro einsparen. Aktuell hat Eon insgesamt rund 43 000 Mitarbeiter.
15.03.2017 08:02

Die Folgen der Energiewende haben bei dem Versorger im vergangenen Jahr zu einem Verlust von 16 Milliarden Euro geführt. "Wir müssen Eon massgeblich verändern, aber wir werden die mit einem Höchstmass an Respekt gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen", versprach Konzernchef Johannes Teyssen. Geplant ist eine Vorruhestandsregelung, Abfindungen und die Möglichkeit, für bis zu vier Jahre in eine Qualifizierungs- und Transfergesellschaft zu wechseln.

Die bevorzugte Einspeisung von Solar- und Windstrom hat die Preise im Grosshandel kaputt gemacht. Eon hatte deshalb seine Kraftwerks-Sparte Uniper als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht und musste im vergangenen Jahr zig Milliarden Euro darauf abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen aus dem Atomausstieg./das/jha/

(AWP)