EPH mit Halbjahresverlust von 33,6 Mio USD

(Ergänzt um Angaben aus dem Geschäftsbericht: Mieteinnahmen, Ausblick etc.)
26.09.2016 09:15

Zürich (awp) - Das Immobilienunternehmen Eastern Property Holdings (EPH) hat im ersten Halbjahr einen noch höheren Verlust als im Vorjahr eingefahren. Am russischen Immobilienmarkt, auf den sich die Gesellschaft fokussiert, macht das Management indes eine Stabilisierung aus. Dennoch hält EPH daran fest, das Portfolio zu diversifizieren, um den Unsicherheiten am russischen Markt nicht gänzlich ausgesetzt zu sein.

In den ersten sechs Monaten 2016 sanken die Netto-Mieteinnahmen auf 36,1 Mio USD nach 38,2 Mio im Vorjahr, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Der Netto-Wechselkursverlust belief sich unterdessen auf 53,5 Mio nach 34,2 im Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 33,6 Mio USD nach 30,9 Mio im Vorjahr.

Aus Sicht von EPH würden aber positive Translationsanpassungen in der Höhe von 47,5 Mio USD überwiegen, wie aus einer Mitteilung der Gesellschaft hervorgeht. Dies spiegle sich in den Aktien wieder: Der innere Wert NAV stieg auf 38,18 USD je Aktie nach 35,54 USD 2015.

Der Fair Value der Immobilieninvestments erreichte unterdessen 661,21 Mio USD nach 661,78 Mio Ende Dezember 2015. Die russischen Immobilienmärkte hätten sich seither nur geringfügig verändert, und die Qualität oder die Performance der Assets habe sich nicht verschlechtert.

Die Vermögenswerte sanken auf 896,53 Mio USD nach 990,46 Mio Ende Jahr. Der Rückgang sei vor allem auf das reduzierte Barguthaben zurückzuführen wegen einer verzögerten Zahlung im Zusammenhang mit der Akquisition von Hermitage Plaza im Jahr 2014.

STABILISIERUNG AM RUSSISCHEN IMMOBILIENMARKT

Die ersten sechs Monate 2016 seien geprägt gewesen von einer Stabilisierung am russischen Immobilienmarkt, womit sich auch die Entwicklung der Immobilien in Moskau stabilisiert hätten, so EPH weiter. Das unterstütze die Hoffnung, dass sich der Markt allmählich erhole und kein weiteren Rückgang im Portfolio zu erwarten sei, stattdessen aber eine Wertsteigerung in der Zukunft.

Ausserdem schaut sich EPH auch nach neuen Zielländern um: Obwohl Russland der Hauptfokus des Unternehmens bleibe, wegen der aktuellen Unsicherheit werde nach Alternativen Investmentzielen gesucht, die grundsätzlich mit den Anforderungen von EPH im Einklang sind. Im August sei die Abhängigkeit vom russischen Markt bereits verringert worden mit dem Kauf zweier Immobilien in Deutschland - CityGate in Stuttgart und Work Life Center in Hamburg.

ys/ra

(AWP)