Ericsson zurück in der Gewinnzone - US-Untersuchung könnte teuer werden

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson ist im dritten Quartal nach einer teuren Sanierung in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,7 Milliarden Schwedischen Kronen (262 Millionen Euro) nach einem Verlust von 3,5 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor, wie der Nokia-Rivale am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Im zweiten Quartal hatte Ericsson noch einen herben Verlust verbucht.
18.10.2018 08:15

Der um Sonderposten wie Sanierungskosten bereinigte operative Gewinn übertraf nun mit 3,8 Milliarden Kronen die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 53,8 Milliarden Kronen. Vor allem das Geschäft mit der Netzwerkausrüstung in Nordamerika gab Ericsson Schwung. Der Konzern hat ein 2017 gestartetes Sparprogramm umgesetzt und seitdem mehr als 20 000 Arbeitsplätze gestrichen.

Teuer könnten das Unternehmen allerdings schon länger laufende Untersuchungen der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums zu stehen kommen. Zu Details wollte sich Konzernchef Börje Ekholm am Donnerstag zwar nicht äussern. Allerdings könnte die Beilegung der Angelegenheit hohe finanzielle Belastungen und andere Folgen nach sich ziehen, warnte er. Ericsson kooperiere in der Sache mit den Ermittlern. Wie lange die Gespräche sich hinziehen, sei aber noch offen./stw/men/fba

(AWP)