Erste konkrete Brexit-Folgen bei Banken: Lloyds streicht weitere 3000 Stellen

LONDON (awp international) - Wenige Wochen nach dem Brexit-Votum: Die nach wie vor teilverstaatlichte britische Bank Lloyds verschärft ihren Sparkurs und will bis Ende 2017 weitere 3000 Stellen streichen. Ende Juni hatte die Bank rund 74 000 Mitarbeiter. Es sollen zudem weitere 200 Filialen geschlossen werden, um die Kosten in den Griff zu bekommen, wie die Bank am Donnerstag in London mitteilte. Im Oktober 2014 hatte das Kreditinstitut bis Ende 2017 den Abbau von 9000 Stellen angekündigt - wovon bereits rund 7 000 gestrichen wurden.
28.07.2016 09:04

Die Bank stellte das neue Sparprogramm in keinem direkten Zusammenhang mit dem Brexit-Votum der britischen Bevölkerung - in der Mitteilung wurden jedoch die zahlreichen Risiken des bevorstehenden Austritts für die Bank mehrfach betont. Konzernchef Antonio Horta Osorio steht aber auch ohne den Brexit unter Druck. So musste er erst im Februar das Ziel einer anteiligen Kostenquote von 45 Prozent wegen des Dauer-Zinstiefs und der anhaltend schwierigen Lage für die Branche um zwei Jahre bis 2019 verschieben./zb/fbr

(AWP)