Erwerbsbevölkerung steigt 2017 auch dank Einwanderung

Die Erwerbsbevölkerung in der Schweiz hat auch 2017 zugelegt. Der Anstieg war bei den Männern ausgeprägter als bei den Frauen. Weil mehr Arbeitskräfte aus der Schweiz wegzogen und gleichzeitig die Zuwanderung stagnierte, sank der Einwanderungsüberschuss gegenüber dem Vorjahr leicht.
26.09.2018 11:04

Insgesamt wanderten im vergangenen Jahr 147'000 Erwerbspersonen zu, während es 119'000 Arbeitskräfte wegzog. Unter dem Strich wanderten 2017 somit 28'000 Erwerbspersonen (Vorjahr 30'000) mehr ein als aus. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsmarktgesamtrechnung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Nach wie vor betrifft der Einwanderungsüberschuss ausschliesslich ausländische Arbeitskräfte. Ihr Wanderungssaldo belief sich im Jahr 2017 auf 33'000 Personen. Bei den Schweizerinnen und Schweizern war der Wanderungssaldo hingegen negativ (-5'000).

Die Entwicklung des Wanderungssaldos über die letzten zehn Jahre widerspiegle eine anhaltende starke Einwanderung von Ausländerinnen und Ausländern, schreibt das BFS weiter. Zwischen 2007 und 2017 sei die Zahl der einwandernden ausländischen Arbeitskräfte immer über jener der auswandernden gelegen.

Insgesamt vergrösserte sich die Erwerbsbevölkerung in der Schweiz 2017 um 10'505 Personen oder 0,6 Prozent auf 5,27 Millionen. 288'000 Personen kamen nach Abschluss der Ausbildung oder aus anderen Gründen neu oder erneut auf den Arbeitsmarkt, während 285'000 pensioniert wurden oder sonst wie aus dem Erwerbsleben ausschieden.

Der Anstieg war bei den Männern (+0,8 Prozent auf 2,86 Millionen) ausgeprägter als bei den Frauen (+0,3 Prozent auf 2,41 Millionen).

sig/tp

(AWP)