EU-Staaten ernennen Enria zum Chef der EZB-Bankenaufsicht

Die EU-Staaten haben den bisherigen Chef der Europäischen Bankenaufsicht (EBA), Andrea Enria, zum Vorsitzenden der Bankenaufsicht unter dem Dach der Notenbank EZB ernannt. Der Italiener soll ab 1. Januar auf die Französin Danièle Nouy folgen, wie die EU-Länder am Donnerstag in Brüssel mitteilten. Das Europaparlament hatte zuvor Zustimmung signalisiert.
06.12.2018 15:35

Im Gegensatz zu der noch in London ansässigen EBA kümmert sich die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) nur um die grössten und wichtigsten Banken in der Eurozone. Derzeit überwacht sie 118 Institute. Die Amtszeit bei der EZB-Bankenaufsicht ist auf fünf Jahre begrenzt und kann nicht verlängert werden.

Die EZB-Bankenaufsicht (Single Supervisory Mechanism - SSM) wurde 2014 in Folge der Banken- und Finanzkrise ins Leben gerufen. Sie stellt die sogenannte erste Säule der Bankenunion dar, mit der die Branche stabiler und transparenter werden soll. Die zweite Säule umfasst einen gemeinsamen Bankenabwicklungsfonds, um die dritte Säule - eine gemeinsame Sicherung für Sparguthaben - wird seit Jahren gestritten.

asa/DP/nas

(AWP)