Europol gibt Entwarnung: Keine neuen Cyber-Opfer

Nach der weltweiten Cyber-Attacke hat Europol vorsichtig Entwarnung gegeben. Es habe in Europa offenbar keine neuen infizierten Computer gegeben, sagte ein Sprecher der europäischen Polizeibehörde am Montag in Den Haag der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein Erfolg". Offenbar hätten Warnungen der Experten und Ermittler funktioniert und Nutzer hätten ihre Computer geschützt. Die extrem schädliche Software habe sich dadurch nicht weiter ausbreiten können.
15.05.2017 14:06

Durch den Angriff mit dem Erpressungs-Trojaner "Wanna Cry" waren nach Angaben von Europol am Wochenende sicher rund 200 000 Computer in 150 Ländern betroffen. Europol hatte vor einem Chaos am Montag gewarnt, wenn viele Nutzer nach zwei freien Tagen ihren Computer wieder einschalteten. "Dazu kam es zum Glück nicht," sagte der Sprecher. Wer hinter der Attacke steht, ist noch undeutlich. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Durch die schädliche Software waren Daten auf den Rechnern verschlüsselt worden und sollten erst nach Zahlung von Lösegeld freigegeben werden. Nur sehr wenige Opfer hätten bezahlt. Es gebe keine Garantie auf Freigabe der Daten, warnte Europol./ab/DP/jha

(AWP)