Exxon und Chevron verdienen dank Ölpreis-Anstieg wieder Milliarden

(Ausführliche Fassung) - Die Erholung der Ölpreise hat ExxonMobil und Chevron zum Jahresbeginn kräftige Gewinnsprünge beschert. Beim weltgrössten börsennotierten Ölkonzern Exxon legte der Überschuss im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um 122 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro) zu, wie der US-Branchenführer aus Texas am Freitag mitteilte.
28.04.2017 17:00

Dank der gestiegenen Preise am Ölmarkt verdiente Exxon nach der Talfahrt der Vorjahre wieder deutlich besser, obwohl die Ölproduktion im Jahresvergleich um vier Prozent sank. Bei der Referenzsorte WTI hat der Ölpreis seit Anfang 2016 von weniger als 30 auf zuletzt knapp 50 Dollar zugelegt. Exxon drückte zudem weiter kräftig die Kosten, die Investitionen in Ausrüstungen sowie Erkundungs- und Förderprojekte gingen um 19 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar zurück.

Während der Gewinn die Prognosen der Wall-Street-Analysten deutlich übertraf, blieben die Erlöse trotz eines Anstiegs um rund 30 Prozent auf 63,3 Milliarden Dollar unter den Erwartungen. Am Markt wurden die Zahlen verhalten aufgenommen, die Exxon-Aktie stieg im frühen US-Handel nur leicht. Bei Anlegern hatte der Konzern zuletzt ohnehin keinen guten Stand: Seit dem Jahresbeginn ist der Kurs schon um gut neun Prozent gesunken.

Der zweitgrösste US-Ölkonzern Chevron verdiente im ersten Quartal unter dem Strich 2,7 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte der Ölpreisverfall noch einen Verlust von 725 Millionen Dollar verursacht. Die Erlöse stiegen verglichen mit dem Vorjahreswert um über 40 Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar.

Das Chevron-Ergebnis profitierte auch stark von Ausgabenkürzungen und einem Verkauf von Firmenanteilen, der einen Sonderertrag von etwa 600 Millionen Dollar einbrachte. Die operativen Kosten schrumpften im Jahresvergleich um rund 14 Prozent, die Investitionen sogar um 30 Prozent. Mit dem Quartalsgewinn wurden die Markterwartungen klar übertroffen. Die Aktie notierte zuletzt mit 1,2 Prozent im Plus./hbr/DP/tos

(AWP)