Fahrdienst-Vermittler Uber wirft in Ungarn das Handtuch

BUDAPEST (awp international) - Nach der Verschärfung der Gesetze für Taxi-Dienstleistungen zieht sich der Fahrdienst-Vermittler Uber aus Ungarn zurück. Die Einstellung des Betriebs erfolge am 24. Juli um 12.00 Uhr, erklärte Zoltan Fekete, der Geschäftsführer von Uber in Ungarn, am Mittwoch in Budapest. "Wir wären bereit gewesen, an Regelungen mitzuwirken, die den Uber-Fahrern eine reguläre Tätigkeit ermöglicht hätten, aber die ungarische Regierung war uns dabei kein Partner", sagte Fekete.
13.07.2016 13:59

Uber ist seit fast zwei Jahren in Budapest präsent. Der Tarif liegt unter dem Preis, den Kunden für Fahrten in amtlich zugelassenen Taxis bezahlen. Nach Medienberichten waren zuletzt rund 1200 Uber-Chauffeure in Budapest tätig.

Nach Protesten von Taxifahrern verschärfte die rechts-konservative Regierung die Vorschriften für Taxi-Dienstleistungen. Den Uber-Fahrern drohen der Entzug der Fahrerlaubnis und die Beschlagnahmung der Fahrzeuge. Auch ist es den Behörden künftig möglich, Webseiten und Apps von aus ihrer Sicht illegalen Anbietern zu sperren.

Uber stellt die Verbindung zwischen Fahrern und Fahrgästen über eine eigene Smartphone-App her, über die auch der Fahrpreis verrechnet wird./gm/DP/fbr

(AWP)