Fernsehkonsum in der Schweiz nimmt weiter zu

Zürich (awp/sda) - Die Schweizer Bevölkerung schaut gerne Fernsehen: Die TV-Nutzung hat bisher in diesem Jahr täglich bis zu drei Stunden betragen. Mit 182 Minuten pro Tag ist die "Svizzera italiana" Spitzenreiter. Das sind nochmals etwa 20 Minuten mehr als im zweiten Semester des vergangenen Jahres.
13.07.2016 12:26

Die Deutschschweizer konsumierten im Durchschnitt täglich 131 Minuten und die Westschweizer 153 Minuten - beide rund 12 Minuten mehr als im letzten Semester. Dies zeigen die Zahlen des ersten Semesters 2016, wie das Forschungsinstitut Mediapulse am Mittwoch mitteilte.

Ausserdem stiegen die Reichweiten im Vergleich zu den Vorsemestern leicht an. Das Medium TV erreicht in den Deutschschweiz eine Tagesreichweite von 66,9%, in der Westschweiz 68,3% und in der italienischsprachigen Schweiz 77,8%.

ZEITVERSETZTE TV-NUTZUNG IMMER BELIEBTER

Der Anteil der zeitversetzten TV-Nutzung nahm ebenfalls zu. Rund ein Fünftel (20,1% der Gesamtnutzung) der Deutschschweizer zwischen 15 und 29 Jahren schauen zeitversetzt TV. In der Westschweiz beträgt der Anteil dieser Gruppe an zeitversetzter Nutzung bereits 21,9 Prozent.

Betrachtet man die zeitversetzte Nutzung aller Personen ab 3 Jahren, dann unterscheiden sich die drei Sprachregionen kaum voneinander. Sie beträgt zwischen 11,9 und 12,9 Prozent am Anteil der gesamten Fernsehnutzung.

In der Deutschschweiz wird nach wie vor am häufigsten SRF 1 (Marktanteil 19,2%) geschaut, gefolgt von SRF 2 (10,6 Prozent), RTL (6,0 Prozent) und ZDF sowie ARD (je 5,2 Prozent).

Die Stiftung Mediapulse ist unabhängig und misst im Auftrag des Bundes die offiziellen Kennwerte der Radio- und TV-Nutzung in der Schweiz.

(AWP)