Aktie nähert sich Rekordhoch - Fiat Chrysler überzeugt mit Zahlen und Ausblick

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler (FCA) hat 2016 von einem stärkeren Absatzanteil teurerer Autos wie den Geländewagen der Marke Jeep profitiert.
26.01.2017 12:54
Fiat Chrysler ist auf Kurs.
Fiat Chrysler ist auf Kurs.
Bild: Pixabay

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im vergangenen Jahr um gut ein Viertel auf 6,1 Milliarden Euro geklettert, teilte der VW-Konkurrent am Donnerstag in Amsterdam mit. Der Umsatz stagnierte bei rund 111 Milliarden Euro.

Im laufenden Jahr rechnet Fiat-Chef Sergio Marchionne mit einem Anstieg der Erlöse auf 115 bis 120 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll auf mehr als 7 Milliarden Euro steigen. Am Markt wurden die Zahlen und der Ausblick positiv aufgenommen. In Mailand zog die Aktie kurz nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich an. Sie stieg um bis zu 4,80 Prozent auf 10,70 Euro und näherte sich damit dem Rekordhoch von 10,7418 Euro vom März 2015.

Das Papier gibt es allerdings in dieser Form erst seit 2014, als der italienische Autobauer Fiat den US-Konzern Chrysler komplett übernommen hatte. Nach einem halbwegs guten Start kämpfte das Unternehmen mit den Zweifeln der Investoren. Zeitweise war das Papier 2016 weniger als 5 Euro wert.

Zuletzt stand der Konzern wegen Vorwürfen der Abgas-Manipulationen im Fokus. Marchionne hatte in diesem Zusammenhang einen Vergleich mit Volkswagen scharf zurückgewiesen. "Wir haben keinerlei Betrug begangen", hatte er Mitte Januar der Zeitung "La Repubblica" gesagt.

Die Geschäftsziele von FCA würden durch die Anschuldigungen nicht beeinflusst. Dennoch erhöhte auch die EU den Druck auf das Unternehmen und auf die italienischen Behörden, die seit langem prüfen sollen, ob bei den Abgaswerten geschummelt wurde.

In den USA steht der Branchenriese im Verdacht, bei rund 100 000 Dieselwagen die Emissionswerte von Stickoxiden gefälscht zu haben. Dies hatte das Umweltamt EPA seinerzeit mitgeteilt. Es geht um Software zur Abgaskontrolle, die Fiat Chrysler nicht offengelegt und so gegen Umweltgesetze verstossen habe.

Der Autobauer hat neben den beiden namensgebenden Hauptmarken und Jeep unter anderem noch die Marken Alfa Romeo, Maserati und Dodge unter seinem Dach.

(AWP)