Fielmann will Expansion vorantreiben

(Ausführliche Fassung) - Die Optikerkette Fielmann bleibt auf Expansionskurs. Auch im laufenden Jahr werde Fielmann weitere Niederlassungen eröffnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorstellung seiner Jahresbilanz mit. Wachstumschancen böten zudem die Vergrösserung bestehender Filialen und der Umzug in attraktivere Lagen.
27.04.2017 10:09

Der Schwerpunkt der Expansion liegt dabei auf Deutschland, aber auch im europäischen Ausland kommen neue Filialen hinzu. So wurden in den ersten Monaten des Jahres neue Niederlassungen in Italien eröffnet. Im ersten Quartal legte der Umsatz so um 8 Prozent auf 341,9 Millionen Euro zu. Dabei wirkte sich auch eine grössere Zahl von Verkaufstagen positiv aus. Fielmann betreibt derzeit gut 700 Filialen im In- und Ausland.

Der Gewinn vor Steuern kletterte um 12 Prozent auf 60,6 Millionen Euro. In der gleichen Grössenordnung wuchs auch der Nettogewinn und erreichte 43 Millionen Euro.

Fielmann verkauft in Deutschland etwa jede zweite Brille. Hinzu kommen Kontaktlinsen und Hörgeräte. Besonders lukrativ sind für den Konzern Gleitsichtbrillen, die angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung stärker nachgefragt werden. Chancen verspricht sich der Konzern auch bei Sonnenbrillen. Laut Fielmann trägt derzeit weniger als die Hälfte aller Brillenträger eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke.

Im vergangenen Jahr steckte Fielmann rund 50 Millionen Euro in neue und bestehende Geschäfte sowie in Produktion und Infrastruktur. Daher stieg das Ergebnis 2016 mit 171 Millionen Euro nur leicht über den Vorjahreswert. Fielmann hatte bereits Ende Februar vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine um 5 Cent höhere Dividende von 1,80 Euro je Aktie erhalten.

Die Geschicke des Konzerns wird bis auf weiteres Firmengründer Günther Fielmann bestimmen. Der 77-jährige hat erst vor kurzem hat seinen Vorstandsvertrag um drei Jahre verlängert. Danach soll sein 50 Jahre jüngerer Sohn Marc übernehmen, der bereits als Marketing-Vorstand im Unternehmen arbeitet./she/men/stb

(AWP)