Flawa muss im Prüfverfahren für CPA-Schutzmasken nachbessern

Die CPA-Atemschutzmasken "Made in Switzerland" der Firma Flawa dürfen noch immer nicht ausgeliefert werden. Noch fehlt das Zertifikat des deutschen Prüfinstituts TÜV Nord dazu. Die Flawiler Watte- und Frischesohlenproduzentin muss in einem zweiten Anlauf des Prüfverfahrens einen Punkt nachbessern.
03.07.2020 15:28

Der Zertifizierungsbericht des TÜV Nord habe von rund 40 Prüfkriterien einen Punkt in der Produktion der Flawa Covid Pandemie Atemschutzmasken (CPA) beanstandet, teilten die Ostschweizer am Freitag mit. Alle weiteren Parameter, insbesondere die Filterleistung der CPA-Maske, seien dagegen erfüllt worden.

In welchem Punkt das Verfahren nachgebessert werden musste, will Flawa aus Gründen des Betriebsgeheimnisses nicht bekannt machen, wie ein Sprecher der Firma auf Anfrage von AWP erklärte. Es habe sich allerdings um eine kleine Anpassung gehandelt, die sehr rasch habe vorgenommen werden können.

Zweiter Anlauf im Prüfverfahren

Um so bald wie möglich die letzte Hürde im Prüfverfahren überspringen zu können, hat Flawa nun angepasste Masken-Prüfmuster zur erneuten Zertifizierung beim TÜV Nord eingereicht. Wie viel Zeit die zweite Prüfung in Anspruch nehmen wird, ist ungewiss. "Wir hoffen, dass die Prüfung rasch durchgeführt werden kann", erklärte der Flawa-Sprecher.

Denn sobald das Zertifikat eintrifft, will Flawa die CPA-Masken an Privatpersonen, Angestellte aus dem Gesundheitswesen und Unternehmen verkaufen. Die Masken sollen auch über den Onlineshop angeboten werden. Die bereits produzierten Masken werden dabei nicht in den Verkauf kommen.

Priorität für die Maskenlieferungen hat den Angaben zufolge der Schweizer Markt. Allerdings werde man je nach Nachfrage auch Masken ins Ausland liefern. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Kapazitäten kann Flawa um die 60'000 CPA-Masken pro Tag produzieren.

Universalmasken-Produktion läuft auf Hochtouren

"Natürlich hätten wir uns gewünscht, die Zertifizierung als CPA-Maske direkt im ersten Anlauf zu erhalten", wird Flawa-Chef Claude Rieser in der Mitteilung zitiert. Doch Flawa rolle im Moment innerhalb weniger Monate ein komplett neues Geschäftsfeld auf, welches es vorher in der Schweiz nicht gegeben habe.

Bei der CPA-Maske handelt es sich um eine wiederverwendbare Mund-Nasen-Maske, die auch von medizinischen Fachkräften getragen wird. Derweil laufe die Produktion von einfachen Universalmasken bei Flawa auf Hochtouren, sagte der Sprecher weiter. Seit Ostern seien davon gut 1 Million Stück verkauft worden, wobei pro Monat rund 400'000 solche Masken produziert werden könnten.

Die von Flawa produzierten Universalmasken sind für Privatpersonen und für Unternehmen gedacht und nicht für den professionellen medizinischen Einsatz. Die Flawa Consumer ist eine Tochter der U.S. Cotton Gruppe und beschäftigt im st.gallischen Flawil rund 100 Personen.

mk/tt

(AWP)